Student Johann Martin präsentiert Wärmedämmung aus Pilzen

Die Preisträger Johann Martin (3.v.r.) und Lukas Hellwig (4.v.l.) freuen sich mit Juroren und Forschern über ihren Erfolg.
Die Preisträger Johann Martin (3.v.r.) und Lukas Hellwig (4.v.l.) freuen sich mit Juroren und Forschern über ihren Erfolg.
Foto: HRW
Damit gewinnt er den ersten Ideenwettbewerb der Uni Ruhr West in Bottrop. Lukas Hellwig belegt den zweiten Platz - mit einem ganz anderen Thema.

Bottrop..  Der Student Johann Martin hat den ersten Ideenwettbewerb der Hochschule Ruhr West (HRW) mit einer neuen Wärmedämmung namens Porofong gewonnen. Porofong ist CO2-arm, brandsicher und biologisch abbaubar. Der Student des Wirtschaftsingenieurwesens für Energiesysteme setzt damit die Idee fort, Pilze als Werkstoff für seine grüne Wärmedämmung einzusetzen.

Das Prinzip dahinter: Der Pilz wird auf einem Substrat angesetzt, und das Myzel des Pilzes durchzieht dieses Substrat mit einem stabilen Netz, was diesem Werkstoff seine Festigkeit gibt. Als Substrat werden Strohabfälle eingesetzt, die wie der Pilz biologisch abbaubar sind. Somit entsteht eine nachhaltige Alternative zu Dämmstoffen wie Styropor.

Bei dem Ideenwettbewerb der Hochschule bewarben sich 44 Teilnehmer mit 27 Ideen. In der Jury waren aus Bottrop zum Beispiel Ulrich Gauffrés, technischer Geschäftsleiter von Brabus, oder Sparkassen-Vorstand Thomas Schmidt sowie Sabine Wißmann, Leiterin der Bottroper Wirtschaftsförderung, vertreten. „Alle Bewerber haben kreative Ideen entwickelt, und wir werden die Gewinner nun bei der Umsetzung intensiv begleiten“, sagte HRW-Vizepräsident Prof. Dr. Oliver Koch.

Den zweiten Platz beim Ideenwettbewerb belegte Lukas Hellwig. Der Master-Student im Studiengang Technisches Produktionsmanagement präsentierte seine Internetplattform „Easy-Pitch“. Easy-Pitch hilft Auftraggebern von Werbekampagnen durch vordefinierte Pflichtfelder, ihre Anforderungen an Kreativdienstleister in Worte zu fassen. Der Auftrag wird über die Plattform veröffentlicht. Dienstleister können ihre Ideen ohne aufwendige Präsentationen und Vor-Ort-Termine einreichen. Auftraggeber wählen dann die für sie beste anonyme Idee aus.

Ausgezeichnet mit dem dritten Platz wurden HRW-Professorin Dr. Sabrina Eimler und Dr. Lars Bollen von der Universität Twente. Sie stellten mit Campus-Quiz eine Smartphone-App für Hochschulen und Unternehmen vor. Mit Campus-Quiz können Lernende durch die Erstellung eigener Quizfragen und Teilnahme an Quizzen ihre Lern-Erfahrungen durch das Erleben von sozialer Interaktion motivierender und interessanter gestalten, während die Dozenten durch Statistiken und Analysen die Effizienz ihrer Lehre steigern können.

 
 

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