Stadt Bottrop tut etwas gegen die Staus am Movie Park

Ein Stau, verursacht durch den Anreiseverkehr zum Movie Park, zieht sich durch Kirchhellen
Ein Stau, verursacht durch den Anreiseverkehr zum Movie Park, zieht sich durch Kirchhellen
Foto: Privat
Die Staus rund um den Park nerven. Freizeitpark und Straßenverkehrsamt gehen die Verkehrsprobleme nun mit einem gemeinsamen Maßnahmenkatalog an.

Kirchhellen. Der Movie Park arbeitet gemeinsam mit der Stadt einen Maßnahmenkatalog aus, um die Staus vor der Freizeitstätte vermeiden oder besser auflösen zu können. Einzelheiten stellte Movie Park-Geschäftsführer Thorsten Backhaus zusammen mit Monika Werwer jetzt in der Kirchhellener Bezirksvertretung vor. Ziel der Kooperation sein ein „verbindlicher Vertrag“, an den sich beide halten sollen, erklärte die Leiterin des Straßenverkehrsamtes.

„Die enorme Verkehrsbelastung muss hier bald im Griff sein“, fordert Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder. Es sei gut zu wissen, wie der Freizeitpark und die Stadtverwaltung die Probleme gemeinsam mit der Polizei angehen, doch: „Wir müssen irgendwann auch Ergebnisse sehen, und wir hoffen auf weniger Staus zu Halloween“, sagte der CDU-Vertreter.

„Der Movie Park hat kein Interesse an Staus“, bekräftigte Thorsten Backhaus. Es habe allerdings gleich zu Saisonbeginn erhebliche Verkehrsprobleme gegeben bedauerte er: so auch beim Mitarbeitertag der Supermarktkette Netto kurz vor der Eröffnung des Freizeitparks und auch zu Christi Himmelfahrt.

Der Geschäftsführer des Freizeitparks führt das höhere Stauaufkommen auch auf das veränderte Besucheraufkommen zurück. „Wir haben zwar in den letzten Jahren recht stabil pro Saison um die 1,3 Millionen Gäste, doch wir haben doppelt so viele Spitzentage“, erklärte der Geschäftsführer. Wenn zu solchen Spitzenbesuchszeiten wie beim Netto-Aktionstag zum Beispiel aber besonders viele Besucher nach Feldhausen kommen, führe dies auch zu Verkehrsproblemen. Dagegen gehen Stadt, Polizei und Freizeitpark nun gezielt vor.

CDU will bald Ergebnisse sehen

„Wir versuchen diesen Verkehr aus dem Ortskern herauszuhalten. Dabei hat uns die Polizei schon sehr geholfen“, sagte Monika Werwer. So leiten Polizisten die Movie-Park-Besucher bei Staus zum Lohbraucksweg als zweiter Zufahrt um und die Ampelphasen werden verlängert. Letztlich werde dann auch der Feldhausener Ortskern abgeriegelt. „Das machen wir sonst ja eigentlich nur zu Halloween“, erklärte Movie-Park-Geschäftsführer Backhaus. Denn zu dem Halloween-Spektakel im Freizeitpark kommen Jahr für Jahr die meisten Besucher.

Auch das Parkplatzkonzept sei überarbeitet worden, damit die Autofahrer schneller auf die Parkflächen des Freizeitpark gelangen können. Auf längere Sicht wollen die Partner ein elektronisches Parkleitsystem einrichten. „Auf Blechschilder reagiert ja keine mehr“, bedauerte Monika Werwer. Auch mit der Autobahnpolizei und dem Landesbetrieb für Straßen führe die Stadt Gespräche, damit diese bei Rückstaus auf der Autobahn mit elektronischer Beschilderung die Anreise über alternative Abfahrten empfehlen.

Das Problem sind die Navigationsgeräte

Als Problem erweisen sich aber vor allem die Navigationsgeräte, die die Besucher stets auf dem kürzesten Weg zum Freizeitpark lotsen. Der Movie-Park-Geschäftsführer versuchte bei Herstellern zwar Änderungen zu erreichen, damit die Geräte auch alternative Zufahrtswege zum Park empfehlen. Doch Thorsten Backaus bedauert: „Die Gespräche waren fruchtlos“.