Sportschütze erschießt Lebensgefährtin und begeht Selbstmord

In diesem Haus an einer Stichstraße des Max-Schwarze-Weges fielen am Sonntag die tödlichen Schüsse.
In diesem Haus an einer Stichstraße des Max-Schwarze-Weges fielen am Sonntag die tödlichen Schüsse.
Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se
Mord in Bottrop: Tatwaffe lag neben der Leiche des mutmaßlichen Täters. Der 60jährige Bottroper war Sportschütze, die Tatwaffe auf ihn zugelassen.

Bottrop.. Ein 60-jähriger Mann hat in einem Einfamilienhaus in Batenbrock seine 54-jährige Lebensgefährtin vermutlich bei einem Streit erschossen und sich danach durch einen Schuss in den Kopf selbst getötet. Obwohl die Tat bereits am Sonntagmittag geschah, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei darüber erst am Dienstagnachmittag auf WAZ-Anfrage.

"Aber wir müssen noch Zeugen vernehmen"

Anwohner hatten am Sonntag ein großes Polizeiaufgebot in der Stichstraße des Max-Schwarze-Weges beobachtet und hatten über eine Familientragödie in dem frei stehenden Einfamilienhaus spekuliert. Genau das ist offenbar auch passiert, sagte Staatsanwältin Sonntag auf WAZ-Anfrage: Die Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Recklinghausen gehen nach eigenen Angaben von einer Beziehungstat aus. „Aber wir müssen noch Zeugen vernehmen, und das Ergebnis der Obduktion am Mittwoch abwarten.“ Deshalb wollte sie Angaben, es habe schon mehrfach Streit zwischen dem Ehepaar gegeben, weder bestätigen noch dementieren.

Waffe wurde neben der Leiche des Mannes gefunden

Bisher gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann im Verlaufe eines Streites eine Neun-Millimeter-Pistole auf seine Frau gerichtet und ihr mehrere Schussverletzungen beigebracht hat. Vermutlich, so die Ermittler, habe er nach der Tat die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Sie wurde von den ersten Polizisten, die am Tatort eintrafen, direkt neben seiner Leiche gefunden. Der Tote war nach Angaben der Staatsanwältin Sportschütze, die Waffe war auf ihn zugelassen.

 
 

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