SPD will Fahrrad-Falle entschärfen

Kai Süselbeck

Die SPD will dazu beitragen, Gefahrenstellen im Verkehr zu entschärfen. An der Kreuzung Hackfurthstraße und Kirchhellener Ring soll eine Verkehrsinsel Fußgängern den Überweg erleichtern. Und an der Kreuzung Feldhausener/Pels- und Hauptstraße sollen Radfahrer sicherer aus Feldhausen in den Ortskern gelangen.

„Eigentlich haben wir diese Stelle schon vor zwei Jahren entschärft“, sagt Heinz Brockmann vom Fahrradclub ADFC. Im Prinzip ja, in der Regel nicht: Für Radler aus Feldhausen, die Richtung Dorfkern unterwegs sind, endet der Radweg an der Kreuzung. Im Prinzip sollen sie auf der Kreuzung über eine eigene Spur die Hauptstraße überqueren und dort auf der rechten Seite weiter radeln. Zumeist läuft das aber anders, haben Anwohner beobachtet: Viele fahren auf dem linken Bürgersteig der Hauptstraße weiter, weil sie das zu hoch hängende Verbotsschild nicht sehen. Und wer ordnungsgemäß die Querung nutzt, läuft entweder Gefahr, von einem Auto erwischt zu werden, das auf der Hauptstraße das Stoppschild ignoriert. Oder von Abbiegern von der Feldhausener Straße. „Die Autofahrer gefährden die Radler nicht absichtlich“, sagt Marina Lüer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion: „Von der Haltelinie an der Hauptstraße ist die Kreuzung nicht einzusehen, und für Linksabbieger ist die Radler-Furt nur schwer zu sehen.“

Ohne großen Aufwand

Brockmann findet, die Fahrrad-Falle sei ohne großen Aufwand noch weiter zu entschärfen: „Markiert die Radlerfurt mit roter Farbe, verlängert die Stopplinie auf der Hauptstraße auf den Fußweg und hängt das Verbotsschild tiefer.“ Mit diesem Vorschlag will Bezirksfraktionschef Willi Stratmann jetzt in die Bezirksvertretung gehen.

An der Kreuzung Kirchhellener Ring/Hackfurthstraße will sich die SPD nicht mehr vertrösten lassen mit den Hinweisen an den geplanten Ausbau der Hackfurthstraße. Startmann: „Hier muss jetzt etwas passieren. An dieser Kreuzung sieht man kaum Markierungen. Und die, die es gibt, sind kaum zu erkennen. Senioren mit Gehbehinderungen und Kinder kommen kaum über die sehr breite Straße.“ Eine provisorische Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte soll den Fußgängern in einem ersten Schritt das Überqueren der Straße erleichtern.