SkF-Vorstand in Bottrop macht Jüngeren Platz

Abschied und Neuanfang, der alte und der neue Vorstand: (v.l.) Elisabeth Klimek-Wörmann, Anette Gertz, Edith Schuster-Kempken, Marianne Eickholt, Dr. Maria Schuster, Irmgard Spitz, Ellen Mensing, Monika Morawietz mit Uta Oppermann,    Luitgard  Spitz-Schilgen, Ulrich Fischer und Pastor Johannes Tillmann.
Abschied und Neuanfang, der alte und der neue Vorstand: (v.l.) Elisabeth Klimek-Wörmann, Anette Gertz, Edith Schuster-Kempken, Marianne Eickholt, Dr. Maria Schuster, Irmgard Spitz, Ellen Mensing, Monika Morawietz mit Uta Oppermann,    Luitgard  Spitz-Schilgen, Ulrich Fischer und Pastor Johannes Tillmann.
Edith Schuster-Kempken und vier Mitstreiterinnen übergeben die Arbeit. In ihre Vorstandszeit fielen viele weitreichende Veränderungen.

Bottrop..  Es war ein emotionaler Moment, als Edith Schuster-Kempken ihre letzte Rede als Vorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) hielt. Ihre vier Mitstreiterinnen aus der Vorstandsriege – Irmgard Spitz, Monika Morawietz, Ellen Mensing und Marianne Eickholt – und sie machen nun einem jüngeren Team Platz.

Und so wurden aus den anderen Tagesordnungspunkten fast nur Randnotizen: Die Entlastung des Vorstandes, die finanzielle Lage des Vereins sowie die Nachfrage nach den zahlreichen Angeboten. „Die Aufgabe des Kinderheimes am Unterberg war unsere schlimmste Entscheidung. Ich hatte viele schlaflose Nächte“, erinnerte sich Edith Schuster-Kempken. Positiv sei aber gewesen, dass das Personal und die Kinder geschlossen bei der Diakonie unterkamen.

Weitsichtige Entscheidungen

Es gab auch Zweifel, berichtete sie, ob damals die Aufgabe des alten Standortes zentral in der Innenstadt zugunsten des ehemaligen Kinderheims der richtige Weg war. „Doch auch diese Entscheidung war richtig“, erklärte sie und sprach ein Lob an Geschäftsführer Ulrich Fischer aus. Der nahm den Ball nicht nur auf, sondern warf ihn gerne zurück. „In den 40 Jahren, in denen einige von ihnen bereits im Vorstand sind, haben sie so viele weitsichtige Entscheidungen getroffen, dafür meinen Dank und großen Respekt“, so Ulrich Fischer.

Die ehrenamtlichen Vorstandsdamen waren es, die in Bottrop einen Geschäftsführer beim SkF eingesetzt haben. „Das war damals nicht üblich bei den vielen Ortsvereinen im Land. Doch auch bei anderen Entscheidungen waren wir stets Vorreiter im Verband.“ Der Vorstand handelten die Leistungsverträge mit der Stadt aus, damit konnte der SkF besser planen und die Angebote waren so keine freiwilligen Leistungen mehr. Sie führten die Kindertagespflege mit heute drei Mitarbeiterinnen neu ein, genauso wie die familiäre Bereitschaftspflege. Auch die westfälischen Pflegefamilien, die es nur in NRW gibt, hatten die Bottroper als eine der ersten Ortsvereine.

Die Frauen machten sich stark für Weiterbildungen beim Personal, führten die Supervision ein und gründeten einen Förderkreis, der besonders nach den rückläufigen Kirchensteuern manche finanzielle Lücke schließen konnte.

Und so sind die Fußstapfen, die der alte Vorstand dem neuen hinterlässt, nicht gerade klein. „Wir werden uns bemühen“, so die neue Vorsitzende Dr. Maria Schuster. Sie ist die Tochter der bisherigen Vorsitzenden und somit bestens informiert. Sie kündigte schon an, dass das neue SkF-Team die Vorgängerinnen sicher noch „mit der einen oder anderen Frage belästigen werde“. Mit einem zustimmenden Lächeln quittierte die „alte Riege“ die Bemerkung.

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