Selbstbedienung im Amt spart Zeit und Papier

Stellen das neue Terminal vor:  Magnus Thesing (links), Leiter der Bezirksverwaltungsstelle,  und der Leiter des Bürgerbüros Jürgen Terstegen.Foto:Heinrich Jung
Stellen das neue Terminal vor: Magnus Thesing (links), Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, und der Leiter des Bürgerbüros Jürgen Terstegen.Foto:Heinrich Jung
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Wer einen neuen Ausweis braucht, kann Foto und Fingerabdrücke jetzt selbst eingeben. Und wer der modernen Technik misstraut, kann wie bisher an den Schalter gehen

Ein Selbstbedienungsterminal im Bürgerbüro Kirchhellen erleichtert ab jetzt Antragsprozesse und spart Wartezeiten und Papier. Das neue Gerät erfasst biometrische Daten wie Lichtbilder, Fingerabdrücke und Unterschriften für Personalausweise und Reisepässe. Das Terminal ist ein Zusatzangebot für die Bürger und die Benutzung freiwillig.

Gerät hat Testphase überstanden

Die Testphase hat die „Speed Capture Station“ bereits überstanden. „In den letzten Tagen haben zwölf Bürger das Terminal ausprobiert“, sagt Jürgen Terstegen, Leiter des Bürgerbüros. Jetzt wird das Gerät in den regulären Betrieb eingegliedert. Je nach Körpergröße des Kunden verschiebt sich die Linse automatisch nach oben oder nach unten, um ein biometrisches Passfoto zu schießen. „Für Rollstuhlfahrer ist das somit auch kein Problem“, sagt Terstegen. Nur für Gehbehinderte, die einen Scooter fahren, wird es schwierig. Dessen Ausmaße passen nicht hinter den recht schmal bemessenen Raum hinter dem Terminal.

Unkompliziert soll die Bedienung sein, ein Berührungs-Bildschirm führt durch die Funktionen. Ob auf Deutsch oder einer anderen der sechs Sprachen, darunter Türkisch und Russisch, kann sich der Kunde aussuchen. Für die Verwaltung der Daten birgt die Maschine den Vorteil, dass diese sofort im System des Bürgerbüros landen und nach kurzer Überprüfung in die digitalen Anträge übernommen werden können. „Um den Datenschutz müssen sich die Bürger keine Sorgen machen“, versichert der Bürgerbüroleiter. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Datenschutzbeauftragte in Bottrop haben das Terminal eingehend geprüft.

Terminal auch in Bottroper Rathaus

„Für Technikgegner ist es nach wie vor möglich, auch am Schalter im Bürgerbüro eigene Passfotos abzugeben.“, beruhigt Terstegen. Die Nutzungsquote des Selbstbedienungsterminals in anderen deutschen Städten liegt zur Zeit bei 25 bis 40 Prozent. Ab Anfang August wird im Bottroper Rathaus der bisherige Fotoautomat ebenfalls durch ein Selbstbedienungsterminal ersetzt. Die anfallenden Kosten liegen bei sechs Euro und entsprechen damit denen, die auch bei einem Fotoautomaten anfallen.

 
 

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