Schüler sollen die Beratungsstellen in der Stadt kennen lernen

Es war eine Premiere. Gemeinsam mit erwachsenen Tandempartnern haben sich jugendliche Schüler der Gustav-Heinemann-Realschule auf den Weg gemacht, haben sich informiert über Diskriminierungen und haben die unterschiedlichsten Beratungsstellen im Stadtgebiet angesteuert (die WAZ berichtete). Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Be fair“ vom Fachbereich Jugend und Schule sowie der Integrationsagentur. Dort ist man mit dem Verlauf und dem Ergebnis dieser ersten Auflage zufrieden. Schon jetzt ist klar, so Dagmar Kaplan, Fachbereich Jugend und Schule, dass nach dem erfolgreichen Test weitere Aktionen folgen werden. „Auch in den anderen siebten Klassen werden wir das jetzt durchführen.“ Am Ende soll eine Broschüre – in digitaler Form oder auf Papier – entstehen, mit Tipps für Eltern und Lehrer.

Die Rückmeldungen, die sowohl von den Schülern als auch von den Tandempartnern kamen, seien fast ausnahmslos positiv gewesen, freut sich auch Marinella Maltese von der Integrationsagentur. „Beide Seiten haben viel voneinander gelernt. Eine Idee war ja auch ein Bild davon zu vermitteln, wie die Landschaft der Beratungsstellen in Bottrop aussieht.“ Aber auch zwischen den Partnern habe es einen guten Austausch gegeben. „Eine Mutter türkischer Herkunft, eine Kopftuchträgerin, hat sich vorher Sorgen gemacht, wie das Kind reagiert. Sie war begeistert, wie offen die Schülerin ihr gegenüber war“, so Maltese. Bewusst habe man interkulturelle Teams gebildet.

Auch die Beratungsstellen waren von der Möglichkeit, sich zu präsentieren, ihre Arbeit vorzustellen, angetan. Die 13-jährige Derya, die die AG Soziale Brennpunkte und deren Einsatz am Borsigweg kennengelernt hat, lobte: „Es war interessant, einen Einblick zu bekommen, etwas Neues kennenzulernen.“

Eines werden die Projektverantwortlichen demnächst anders machen. „Den Projekttag zur Vorbereitung der Besuche und zur Einstimmung auf das Thema werden wir anders strukturieren“, sagt Dagmar Kaplan. Die Arbeitseinheiten seien viel zu lang gewesen.

 
 

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