Sanfte Farbflächen für die Schillerschule

Auch die Schülerinenn und Schüler der Bottroper Schillerschule freuen sich über die gemeinsame Neugestaltung der Fassden.
Auch die Schülerinenn und Schüler der Bottroper Schillerschule freuen sich über die gemeinsame Neugestaltung der Fassden.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Die vor vier initiierte Sanierung und anschließende farbliche Neugestaltung der Schillergrundschule im Süden der Stadt konnte jetzt mit Hilfe vieler Akteure fast abgeschlossen werden. In die Konzeption wurden auch die Schüler miteinbezogen. In den Herbstferien wird das Projekt mit der Neufassung des Pavillons beendet.

Wenn viele Köche zusammenarbeiten, kommt im Gegensatz zu dem altbekannten Sprichwort oft genug auch etwas Gutes heraus. Zum Beispiel bei der Schillerschule. Wer jetzt das alte Schulgebäude im Springfeld besucht, wird es nicht mehr wieder erkennen. Denn inzwischen sind die Arbeiten zur äußeren Umgestaltung des Schulhauses, die vor vier Jahren begannen, abgeschlossen.

Schule, städtische Immobilienwirtschaft, Kulturwerkstatt, die Bezirksvertretung Mitte, der Förderverein, Sparkasse und nicht zuletzt Robert Kaller, dessen Atelier in zahlreichen Städten der Region nicht nur Fassaden, sondern gleich ganze Häuserensembles zusammenhängend gestaltete, arbeiteten bei der Schillerschule Hand in Hand. Am vorläufigen Ende stand nun nach erfolgter Sanierung (die WAZ berichtete) nun die farblich subtil fortschreitende Gestaltung der Hofseite. In fast bruchlosen Übergängen wechseln sich Ocker-, Gelb-, Orange- aber auch Blau- und Grüntöne miteinander ab. „Eine Farbdynamik, die auch Energie freisetzt und sich im besten Fall positiv auf das Lernen auswirken kann“, sagt Robert Kaller. Aber eine Schule sei eben nicht nur Ort des Lernens, sagt Sandra Bonzol von der Bezirksvertretung Mitte, die das Projekt auch finanziell unterstützt. Ebenso wichtig wie der pädagogische Ansatz sei auch die gute Atmosphäre, die ein Schule ausstrahle, so die Sozialdemokratin weiter.

Natürlich kamen die Ideen zur Neugestaltung nicht aus dem Nichts. Ideen der Grundschüler - 170 lernen am Standort der Schillerschule im Springfeld - sind ebenfalls mit in das Konzept von Robert Kaller und seines Ateliers eingeflossen. Seit vielen Jahren geht die Schillerschule besondere Wege bei der individuellen Förderung ihrer Schüler. „Wir haben ein Konzept zur Förderung, die vor allem auf die Situation einzelner Kinder eingeht und dies aber voll und ganz in den Unterrichtsplan integriert“, sagt Schulleiter Detlef Baier. Immerhin: Die Schillerschule bekam 2009 als einzige der Bottroper Grundschulen vom Ministerium das Gütesiegel „Individuelle Förderung“ verliehen. Der Effekt: Mittlerweile interessieren sich auch Eltern, die nicht unmittelbar im Einzugsbereich wohnen, für die Arbeit an der Schillerschule.

Dass „Jeki“ (das vom Land geförderte Projekt „Jedem Kind ein Instrument“) auch fest an der Schillerschule etabliert ist, merken die Besucher spätestens beim „Schiller-Schul-Song“, den Jeki-Dozentin Julia Knorr-Urban die Schüler anstimmen lässt. Jetzt fehlt nur noch die farbliche Neufassung des Pavillons auf dem Schulhof. Aber auch dieser „Schlussstein“ sei in Arbeit, so Dieter Giebelstein, Leiter der Immobilienwirtschaft.

 
 

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