Rocker lassen Hallenwände wackeln

Am Samstag den 04.05.2013 findet im Alpincenter auf der Halde der Zeche Prosper in Bottrop das 2. Konzert Rock am Berg statt. Auf dem Foto die Gruppe Tonsil Hockey. Foto- Winfried Labus / WAZ Foto Pool
Am Samstag den 04.05.2013 findet im Alpincenter auf der Halde der Zeche Prosper in Bottrop das 2. Konzert Rock am Berg statt. Auf dem Foto die Gruppe Tonsil Hockey. Foto- Winfried Labus / WAZ Foto Pool
Foto: Winfried Labus / FotoPool

Bottrop..  Während die Sonne traumhaft anzusehen und sanft am Horizont rötlich leuchtend versank, ging es hoch oben auf dem Berg der Skihalle weitaus weniger beschaulich zu. Ja, sogar das Gegenteil von Beschaulichkeit entwickelte sich im Saal des Alpincenters. Dort nämlich baten Holger Czeranski und Dennis Bröhl unter dem Label „B&C Rock Events“ zum 2. „Rock am Berg“.

Ein großes Kompliment an Publikum und Künstler, die am Samstag ab 19 Uhr losfetzten, dass die Hallenwände wackelten. Bevor es allerdings richtig abging, durfte Marvin Ochmann ran. Mit seinem Projekt „Naechstenliebe“ läutete er den Abend vor liebevoller Bühnenkulisse mit sanfteren Gitarrenklängen ein. Gepaart mit gefühlvoller Stimme machte er dem Publikum Lust auf mehr.

Eigene Songs

Mit „Tonsil Hockey“ fand Altbewährtes den Weg auf die Bühne. Die Jungs spielten bereits bei der letzten Auflage, nicht wenige Besucher kamen wegen ihnen wieder, wie auch Gregor bestätigte. „Die waren geil, die wollten wir wiedersehen. Dazu noch ,Tri State Corner’ – geiles Programm“, so der inzwischen heisere Rock-Fan aus Bottrop. Wild ging es mit „Tonsil Hockey“ zur Sache, die Urgesteine der lokalen Rockszene enttäuschten nicht mit ihren neu aufgenommenen Songs.

Ebenfalls aus Bottrop kommen „Heroes for one day“. Die vier Lokalmatadore spielten eigene Songs, selbst geschrieben und selbst eingespielt. „Nur zwei, drei Coverversionen haben wir dabei, der Rest ist von uns“, erzählen die vier Jungs nicht ohne Stolz.

Der Staract des Abends war aber zweifelsohne „Tri State Corner“. Die Jungs unterbrachen anlässlich des Events in Bottrop sogar ihre Europatournee, wo sie unter anderem mit dem Eurovision Songcontest Gewinner „Lordi“ durch die Welt touren. „Zwischen Russland und Florida ist alles dabei“, erzählt Lucky, Frontmann der Band.

Überhaupt hat die Band ihren ganz eigenen Stil. Harte Klänge des Rock´n Roll gepaart mit Blues und Folk machen das Zuhören zu einem Erlebnis. Wie der Name schon sagt, ist die Band inspiriert von mehreren Kulturen. So spielt Luckys Bruder Janni die Bouzouki, eine Art griechische Gitarre, welche in Kombo mit dem Metal-Sound außergewöhnlich klingt. Bekannt dürfte auch der Drummer der Band sein. Christos Efthimiadis war bis 1999 festes Mitglied der Band „Rage“, welche es zu weltweiter Berühmtheit und großem Erfolg brachte.

Tri State Corner selber wandeln nun auf diesen Spuren, der Major Deal mit dem Label Drakkar/Sony ist unterschrieben. Man wird ganz sicher noch jede Menge von den Jungs hören, im Juli spielen sie bei dem Festival „Rock of Ages“, außerdem folgen weitere namhafte Rock-Events, wo die Metaller auftreten werden.

Das Musik-Event „Rock am Berg“ stieg nach der Premiere 2012 nun schon zum zweiten Mal oben auf dem Gipfel der Halde. Und wie es sich gehört, konnte man den großen Erfolg des Vorjahres diesmal noch toppen.

400 Fans feierten mit

Rund 400 Besucher – ob lang- oder kurzhaarig, älter oder jünger und männlich oder weiblich – feierten am Samstagabend im Saal des Alpincenters gemeinsam mit teilweise echten Hochkarätern der Rock´n Roll Szene. Neben einigen Bottroper Musikern, die die Organisatoren Dennis Bröhl und Holger Czeranski definitiv auch bei künftigen Veranstaltungen im Programm haben wollen, standen mit „No one´s choice“ und vor allem „Tri State Corner“ eben echte Granaten auf der Bühne. Den Kontakt zu den Metallern stellte übrigens Holger Czeranski her – „Tri State Corner“-Frontmann Lucky und Czeranski spielten nämlich gemeinsam beim Bottroper Fußballclub SSV 51.

Im größeren Stil aktiv werden

Von einem „unglaublichen Abend“ mit allem was dazu gehört sprachen Dennis Bröhl und Holger Czeranski denn auch im Anschluss des Konzertes. „Überwältigender Erfolg, Neuauflage garantiert“, waren sich die beiden einig. Man möchte sogar im größeren Stil aktiv werden, „eventuell open air, mal sehen“, lassen sich die Organisatoren noch nicht so richtig in die Karten blicken.

 
 

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