Rheinbaben-Quartier in Bottrop steht vor großem Wandel

Die Turnerinnen und Turner der TV Deutsche Eiche führen beim Rheinbaben-Fest auf dem Fortuna-Sportplatz ihrem begeisterten Publikum akrobatische Sprünge vor.
Die Turnerinnen und Turner der TV Deutsche Eiche führen beim Rheinbaben-Fest auf dem Fortuna-Sportplatz ihrem begeisterten Publikum akrobatische Sprünge vor.
Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se
Beim Stadtteilfest rund um die alte Rheinbaben-Zeche informieren sich viele Anwohner über die Chance auf Fördergelder bei der Modernisierung ihrer Häuser.

Bottrop..  Während Ute Beese von der Arbeiterwohlfahrt als nächstes Projekt die Aufstellung einer Nachbarschaftsbank als kleines Ziel anvisiert, hat Städteplaner Alexandro Hugenberg im Quartier im Nahbereich der ehemaligen Zeche Rheinbaben „größere“ Pläne und Visionen. Doch der Quartiersmanagerin und dem städtische Planer liegen die historische Siedlung im Eigen gemeinsam sehr am Herzen. Da war es kein Wunder, dass sich „zum Tag der Städebauförderung“ auf der Sportanlage von Fortuna Bottrop an der Rheinbabenstraße viele Interessenten einfanden.

Viele junge Eigener waren da

Pünktlich um 13.30 Uhr eröffnete Oberbürgermeister Bernd Tischler die Veranstaltung. In seiner kurzen Rede hob der erste Bürger der Stadt die Bedeutung der Städtebauförderung hervor, um dann einen Bogen zum Klimaschutzvorhaben „Innovation-City“ zu schlagen, für das Bottrop ja zur Modellstadt ernannt wurde. Sehr viele jüngere Eigener hatten den Weg zu dem Stadterneuerungsfest gefunden. Nur ab und zu mischte sich ein Senior unter die illustre Besucherschar. An der Gestaltung des Festes beteiligten sich unter anderem die Grün-Weißen Funken, der TV Deutsche Eiche. Weiter gab es eine Hüfburg, Dosenwerfen und ein Quiz, bei dem man eine EM-Trikot gewinnen konnte.

An etlichen Ständen konnten sich die Eigener hier über verschiedene Fördermöglichkeiten informieren. Als Ansprechpartner stand ihnen unter anderem Alexandro Hugenberg Rede und Antwort. Da ging es um Hausmodernisierung und Instandsetzung, um Haus- und Hofflächengramme und um das Nachbarschaftswerk.

Mieter wurden zu Besitzern

„Ziel ist es, den Charme der Siedlung zu erhalten. Es ist das erste Quartier, das von solchen Modernisierungsprogrammen profitieren könnte,“ betonte Hugenberg. Die Förderungsmöglichkeiten liegen nach Auskunft des engagierten Städteplaners je nach Programm zwischen 25 und 60 Prozent. Dieses Quartier steht nach Meinung von Hugenberg vor einem ungeheueren Wandel. „Hier haben sich die Besitzverhältnisse wohl dramatisch verändert, aus Mietern wurden nun vielfach Hausbesitzer, und das ist unsere große Chance zur energetischen Instandsetzung“, hofft er.

Die Arbeiterwohlfahrt wählte da einen einfacheren Weg: Die Awo-Mitarbeiter stellten eine Quartierwunschbox auf. Vor allem ältere Eigener sollten animiert werden, an dem vielfältigen Seniorenprogramm der Arbeiterwohlfahrt teilzunehmen.

Wenn die Nachbarschaftsbank eingeweiht wird - sie soll ein Treffpunkt für junge und ältere Eigener werden - ist ein weiteres, kleines Fest geplant. Es ist ein erster, sichtbarer neuer Baustein für den Erhalt eines liebenswerten, ehemaligen stadtprägenden Bergbausiedlung.

 
 

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