RAG: Personalplanung unverändert

Die angekündigte Auflösung des Mitarbeiter-Entwicklungscenters (MEC) der RAG wird keine Auswirkungen auf das Bergwerk Prosper-Haniel haben. Das versichert Bernd Beier, Personaldirektor des Bergwerkes. Von den derzeit rund 700 Mitarbeitern im Bergbaubereich, die nicht bis 2018 in den Vorruhestand gehen können, wird nach seiner Schätzung gut die Hälfte auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden; die andere Hälfte werde bei der Ewigkeitsgesellschaft unterkommen, die auch nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus Aufgaben wie etwa die Zentrale Wasserhaltung in den Bergwerken wahrnehmen wird.

Das Mitarbeiter-Entwicklungscenter ist Bestandteil eines Tarifvertrages zwischen der RAG und der IG Bergbau, der den Personalabbau bis zum Ende des Steinkohlebergbaus 2018 sozialverträglich gestalten soll. Das hat aus RAG-Sicht auch gut funktioniert: 2300 Bergleute sind seit 2007 in neue Jobs außerhalb des Bergbaus vermittelt worden. Dabei habe das MEC durch Qualifizierung und Vermittlung beigetragen. Etliche zum MEC versetzte Bergleute haben allerdings gegen die Versetzung geklagt und vor den Landesarbeitsgerichten Düsseldorf und Hamm Recht bekommen. Die RAG hatte Revision am Bundesarbeitsgericht eingelegt. Als jetzt die höchsten Arbeitsrichter in Erfurt der RAG mitteilten, auch sie sähen in der Versetzung eine Umgehung des Kündigungsschutzes, kündigte die RAG die Auflösung des Centers und die Rücknahme des Revisionsantrages an, weil die Frage der Rechtmäßigkeit einer Versetzung nun „nicht mehr klärungsbedürftig“ sei (die WAZ berichtete).

Hilfe bei der Suche nach neuen Jobs

Auf die Personalentwicklung am Standort Bottrop habe die Auflösung des Centers keine Auswirkungen, versicherte Beier: Die MEC-Mitarbeiter seien ohnehin an ihren alten Standorten in den Personallisten geführt worden. Die RAG werde die Mitarbeiter auch weiterhin „mit aller Kraft behilflich sein“ auf der Suche nach neuen Jobs.

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