Radwege auf Bahntrassen wollen alle haben

Norbert Jänecke

Dass die SPD ein stärkeres Augenmerk auf den Bau von Radschnellwegen legen will, stößt bei den Grünen auf Zustimmung. „Das ist der richtige Ansatz und führt nach vorne“, kommentierte Grünen-Vertreter Roger Köllner die Forderung der SPD, für Radler Fahrstrecken zu reservieren. So soll die alte Bahnstrecke vom Flachglaswerk aus zu einem Radschnellweg ausgebaut werden. Auf der Trasse der stillgelegten Zechenbahn könnte außerdem eine Radbahn von Gladbeck durch Boy nach Essen führen. „Wunderbar“, nennt der Grüne diese Pläne. „Diese Trassen kann man perfekt dafür nutzen“, lobte Köllner.

Die SPD will, dass die Stadt eine höhere Aufmerksamkeit auf Radfahrer legt. „Erste Fahrradstraßen sind eingerichtet oder stehen vor ihrer Einrichtung“, meint Sprecher Franz Ochmann. Darin hätten Radler zwar Vorrang, doch es fehle an Strecken, die Radfahrer ungestört von Autos nutzen können.

Freie Bahn

„Für die Zechenbahntrasse läuft eine Machbarkeitsstudie“, teilte Natascha Dietz, Abteilungsleiterin im Stadtplanungsamt, im Verkehrsausschuss des Rates mit. Am Dienstag treffe sich erstmals ein städteübergreifender Arbeitskreis beim Regionalverband Ruhr. Der RVR sei eine treibend Kraft beim Ausbau regionaler Radschnellwege, erklärte sie.

Während ein Radschnellweg über die so genannte Flachglas-Trasse ja quer durch Bottrop eine Verbindung nach Oberhausen schafft, hätten die Radfahrer über die Zechenbahnstrecke freie Bahn nach Gladbeck und nach Essen. Voraussichtlich werden solche Radschnellwege in Zukunft den Landstraßen gleichgestellt. Bauen und pflegen müsste sie dann ein Landesbetrieb.