Punkband feiert Heimspiel an der Prosperstraße

Heimspiel bei „Rock im Raum“: die Punkband  „So What“ spielte mit Freunden. Früher hatte die Formation um Säner Oliver Balgar  „im Spielraum“an der Prosperstraße auch ihren Probenraum.
Heimspiel bei „Rock im Raum“: die Punkband „So What“ spielte mit Freunden. Früher hatte die Formation um Säner Oliver Balgar „im Spielraum“an der Prosperstraße auch ihren Probenraum.
Foto: Labus / FUfindeNKE Foto Services
„So What“ lädt zum Konzert aus Anlass des 26-jährigen Bandbestehens. Der Abend wurde zu einem Wiedersehen mit Freunden. Die ganz alten Sachen spielt die Band nicht mehr .

Bottrop..  Bottroper Punkrockgeschichte am Samstag im Spielraum - „So What!“ geben sich die Ehre zum 26-jährigen Bandbestehen. „Immer wieder schön, hier zu sein“, meint Sänger Oliver Balgar. Schnell wird es voll im Spielraum. Begeistert beobachtet das auch Spielraum-Oberhaupt Norbert Eickholt.

„So What!“, Eickholt und Dennis Bröhl von „B&C Rockevents“ haben das Jubiläumskonzert auf die Beine gestellt. „Uns verbindet viel mit der Band.“ In den 90er Jahren gab es hier einige Benefizkonzerte, das Geld ging damals an Obdachlose. „Wir hatten hier auch ein Jahr lang unseren Proberaum“, erinnert sich Balgar. Wird man da melancholisch? „Nein auf keinen Fall. Wir feiern ja heute nicht nur unsere Vergangenheit, sondern auch noch zukünftige Erfolge.“

Als Bottroper Punk-Institution ist die Band auch über die Stadtgrenzen bekannt, hat über die Jahre auch international gespielt. „Wir freuen uns heute, Familie und Freunde wiederzusehen und ordentlich zu feiern.“ Und wie es so im Musikbusiness ist – man kennt sich. „Unsere Vorbands haben wir selbst ausgesucht, mit den meisten oder bestimmten Bandmitgliedern sind wir schon seit 20 Jahren verbandelt.“ Namentlich heizten dem jungen und (mittlerweile) älteren Publikum die Bands „Flatulinees“, „Great Unwashed“ und „Skin of Tears“ ein. Fast wie früher. „Damals hat Norbert eines Tages verkündet, dass es jetzt auch endlich Bier für ‘ne Mark gibt“, erinnert sich Balgar lachend. Die ganz alten Schinken spielt die Band aber nicht. „Die haben echt Proberaum-Charakter, das kann man heutzutage keinem mehr antun.“

Umso mehr Musik gibt es aus dem aktuellen Album „Gutter or Miss“. Ordentlicher Punkrock bringt die Menge zum mehr oder minder taktgenauen Mitwippen, Mitsingen und hier und da auch zum obligatorischen Tanzen. Ein wenig nervös ist der Sänger dann aber doch – Frau und Kinder sind gekommen. Freut der Sohnemann sich? „Ich finde es total cool, meinen Vater spielen zu sehen, aber merkwürdig ist das nicht. Ich kenne das ja schon seit Jahren“, meint Sohn Nikolay (15) stolz. Statt einer After-Show-Party gibt es nach dem Konzert noch ein, zwei erfrischende Hopfengetränke zum gemütlichen Ausklingen. Doch zu alt fühlen sich die Punkrocker nicht. „Die 50 Jahre machen wir auf jeden Fall noch voll“, so Balgar. „Man wird halt zusammen älter. Das hält uns aber nicht ab, unsere Leidenschaft zu leben.“ So wie es sich gehört – „unter Freunden.“

 
 

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