Preis für Emschergenossenschaft

Gemeinsam können sich Emschergenossenschaft und Brain AG über den „RE-Water-Award“ freuen. Sie erhalten diese Auszeichnung für Innovationen im Bereich der Wasseraufbereitung, genauer für Kohlenstoffnutzung aus Abwasser.

Abwasser als Ressource

Durch den technologischen Fortschritt ist es mittlerweile möglich, Abwässer nicht ausschließlich als aufwändig zu behandelnden Abfallstoff, sondern als Ressource für die Wertstoffe Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor anzusehen. Etabliert ist insbesondere die Nutzung von Kohlenstoff aus Klärschlämmen zur Produktion von Faulgas, das wiederum in Blockheizkraftwerken (BHWK) zur Strom- und Wärmeproduktion schon heute verwertet wird. Ein Beispiel hierfür ist die Eigenenergieerzeugung der Emschergenossenschaft auf ihren Kläranlagen.

Wenngleich hierdurch ein Teil des Energiebedarfs von Kläranlagen gedeckt werden kann, können bei üblichem Verlauf des Faulprozesses nur etwa 50 Prozent des organischen Kohlenstoffs umgesetzt werden. Überzeugt hat die Jury der Ansatz, in welchem das Team aus Ingenieuren und Wissenschaftlern versucht, die restlichen 50 Prozent Kohlenstoff einer stofflichen Nutzung zuzuführen. Hierbei werden gezielt Mikroorganismen eingesetzt, die Öle und Fette anreichern und somit weiter verwertet werden können.

Vertreter des Abwasserverbandes und der Brain AG nahmen die Auszeichnung in Braunschweig entgegen. Mit ihr werden beispielhafte und vorbildliche Vorträge, Präsentationen, Projekte, Initiativen und Ideen zur Förderung und Optimierung der Wasserwiederverwertung gewürdigt. Sie ist mit 10 000 Euro dotiert. Den ersten Platz teilen sich Emschergenossenschaft und Brain AG mit einem Beitrag des Kompetenzzentrums Wasser Berlin.