Polizei ermittelt gegen Bottroper Ratsherrn

Die Bottroper Polizei ermittelt gegen Klaus Dobrindt, den Verwaltungsleiter der Pfarrei St. Cyriakus, wegen des Vorwurfs, er habe sich während einer Kirchenfreizeit einen sexuellen Übergriff auf ein Kind zu Schulden kommen lassen. Der ÖDP-Ratsherr, Referent der Stadtkirche und Vorsitzende des Betriebssausschusses des Sport- und Bäderbetriebs wehrt sich „mit Entschiedenheit“ gegen den Vorwurf.

Bottrop.. Klaus Dobrindt, Verwaltungsleiter der Pfarrei St. Cyriakus, wehrt sich „mit Entschiedenheit“ gegen den Vorwurf einer sexuellen Annäherung an ein Kind. Die Polizei ermittelt wegen des Vorwurfs, Dobrindt habe sich während einer kirchlichen Ferienfreizeit im August in Österreich einen sexuellen Übergriff auf ein Kind zu Schulden kommen lassen. Dobrindt ist auch Referent der Stadtkirche, sitzt für die ÖDP im Rat und ist Vorsitzender des Betriebssausschusses des Sport- und Bäderbetriebs.

Propst Paul Neumann informierte am Dienstagabend die Mitglieder des Kirchenvorstandes der Pfarrei über die Ermittlungen gegen Klaus Dobrindt. Gegenüber der WAZ äußert sich Ulrich Lota, Sprecher des Bistums Essen. Er verweist auf die Verfahrensordnung des Bistums, die greift, wenn gegen Geistliche, Angestellte oder auch Ehrenamtliche derartige Vorwürfe erhoben werden. Diese sieht vor, dass die Vorwürfe geprüft werden, um kirchenrechtliche Voruntersuchungen durchzuführen. Doch so weit ist es in diesem Falle noch nicht: „Wir wissen von dem Fall. Weil es sich aber um ein laufendes Verfahren handelt, müssen wir abwarten, was die Ermittlungen der Behörden ergeben.“

Dobrindt sucht Weg in die Öffentlichkeit

Dobrindt hat von sich aus den Weg in die Öffentlichkeit gesucht und den Essener Anwalt Nikolai Odebralski eingeschaltet. Der teilte der WAZ gestern mit: „Mein Mandant und sein Umfeld sind sehr betroffen und bestürzt über die Vorwürfe. Er verwahrt sich gegen jegliche Vorverurteilung und erwartet einen fairen und an der Unschuldsvermutung ausgerichteten Umgang mit der Angelegenheit.“

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