Pfadfinder suchen Abenteuer im Norden

Mit der Sonne steigt die Stimmung der Pfadfinder vom Stamm Herz Jesu, St. Barbara und Impeesa - hier vor dem Hike - beim Sommerlager in Schweden.
Mit der Sonne steigt die Stimmung der Pfadfinder vom Stamm Herz Jesu, St. Barbara und Impeesa - hier vor dem Hike - beim Sommerlager in Schweden.
Foto: Pläsken
  • Bottroper Pfadfinder erleben ereignisreiche Tage in Nordschweden
  • Sie teilen sich den Platz mit jungen Schweden und Pfadfindern aus Hagen
  • Ein Lager zwischen Nadelgehölzen und Felsformationen

Bottrop..  Haben Sie schon einmal von Wiesenakne, Hiken, Hyperstrahl oder Bannerzocken gehört? Als älterer Teilnehmer braucht man zuweilen eine Übersetzungshilfe, wenn man mit über 50 Pfadfinderinnen und Pfadfindern zwei Wochen lang auf einem ebenso großen wie idyllisch an einem Fjord in Nordschweden gelegenen Zeltplatz zu bringt.

Kragenaes - etwa in der Mitte zwischen dem schwedischen Göteborg und dem norwegischen Oslo liegend - war das Ziel der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Leiter vom Pfadfinderstamm Herz Jesu und St. Barbara. Zwei Tage später folgten ihnen über 30 junge Leute vom Stamm Impeesa aus St. Cyriakus. Sie teilten den Platz mit schwedischen Heranwachsenden und Pfadfindern aus Hagen.

Atemberaubende Aussichten

Nach 20-stündiger Fahrt über atemberaubenden Brücken im Morgengrauen war der zwischen Nadelgehölzen und Felsformationen gelegene Lagerplatz erreicht. Kaum dass die Aufbaucrew der Alt-Pfadfinder mit ihrer Arbeit begonnen hatte, prasselte ein Sturzregen nieder, der alles unter Wasser setzte. So wusste man wenigstens, wo besser keine Kothen, Jurten und anderes Zeltmaterial aufstellen sollte. Das Team musste jedenfalls nicht lange nach Duschen suchen.

Die Kinder warteten allerdings noch einige Stunden im Bus bis dann die Sonne hervor brach und sie nicht gleich durchnässt ihre Freizeit beginnen mussten. Auf einem Hike sind die Pfadfinder mit Zeltplanen, Kochern, Schlafsack und Rucksack unterwegs, um einige Tage mobil die Welt außerhalb des Lagers zu erkunden. Gewollt ist dabei nicht immer gleich gekonnt, was den Erlebniswert nur noch steigert. So waren die Rover (16- bis 21-Jährige) länger auf dem Weg nach Oslo, denn der erste Bus am Abend fuhr nicht, im zweiten war nicht mehr genug Platz. Es galt also auf den dritten Wagen am nächsten Abend zu warten.

Die jungen Leute hatten dann Erfolg und erkundeten die sehenswerte Hauptstadt Norwegens. Für die Jüngsten (die 7- bis 10- jährigen Wölflinge) ging es in die direkte Umgebung nach Tanumshede und zum Zelten direkt an einen schönen Strand, die 10- bis 14- jährigen Jungpfadfinder übernachteten bei einer Privatfamilie im Vorgarten, inklusive Küchenbenutzung - was für ein Luxus! Die Pfadfinder (14- bis 16- Jährige) nutzten die ganze Nächtigungsbandbreite von einem öffentlichen Park über einen Pfarrsaal bis zu einem hoch herrschaftlichen Gutshof. Der Autor grüßt herzlich aus der „Wiesenakne“, dem aus dem üblichen Rahmen von Kothen und Jurten fallenden Zelt der Alt-Pfadfinder.

 
 

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