Passmanns lud die Kolüsch-Gäste zu sich ein

Reimbern von Wedel-Parlow (stehend re.) lud gestern wieder die Gäste von Kolüsch in seine Kulturkneipe Passmanns ein.Foto:Birgit Schweizer
Reimbern von Wedel-Parlow (stehend re.) lud gestern wieder die Gäste von Kolüsch in seine Kulturkneipe Passmanns ein.Foto:Birgit Schweizer
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Einmal im Jahr lädt die Kulturkneipe Passmanns ganz besondere Gäste zu sich ein: die Menschen, die im Winter in die Suppenküche Kolüsch kommen, Menschen, die in Not sind, Wohnungslose, Menschen, die nur sehr wenig Geld haben. „Das machen wir schon seit Jahren“, sagt der Inhaber Reimbern von Wedel-Parlow bescheiden über seine Aktion. Die Räume der Kolüsch liegen nur wenige Meter entfernt. „Wir haben ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis“, erklärt er zum Hintergrund. Und die Gäste der Kolüsch – es kommen immer zwischen 40 und 80 Personen – freuen sich regelmäßig darauf. Gestern hatte Reimbern von Wedel-Parlow Lasagne und einen Nachtisch vorbereitet.

Doch bevor das Essen serviert wurde, trafen sich die Gäste an den festlich gedeckten Tischen zum Kaffee. Das Kolüsch-Team in schicken weißen Jacken und roten Schürzen hatte die Dekoration übernommen und servierte auch das Essen.

Für die 63-jährige Brigitte sind das jeweils Höhepunkte im Winter. „Ich finde es gut, dass es so etwas gibt“, freut sie sich. Sie komme täglich in die Suppenküche. „Ich bekomme Hartz IV“, erzählt sie. Aber das Geld reiche hinten und vorne nicht. Ohne Kolüsch hätte sie längst nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit auf dem Tisch. „Und wenn ich ein Problem habe, helfen mir die Mitarbeiter von Kolüsch auch.“ Ein Segen für die Menschen. Lob, das auch Claudia Kretschmer gut tut. Sie leitet die Evangelische Sozialberatung mit der Suppenküche. Die Einladung bei Passmanns sei inzwischen zu einer „schönen Tradition“ geworden, sagt sie anerkennend.

Eigentlich habe das Essen erst am Ende der Saison stattfinden sollen, aber gestern musste die Suppenküche wegen des Umbaus für einen Tag schließen. Kurzerhand habe man das dann auf diesen Tag gelegt. „Es passte wie der Deckel auf den Kochtopf“, lacht Claudia Kretschmer. „Kultur und Kolüsch, ich find’ das Engagement toll.“

 
 

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