Orgel Plus - das Original

Dei Mutter-Orgel: die Orgel in der Herz-Jesu-Kirche. Foto: Birgit Schweizer
Dei Mutter-Orgel: die Orgel in der Herz-Jesu-Kirche. Foto: Birgit Schweizer
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop.. Ein Musikfest, dessen Titel andere covern, hat es nun wirklich geschafft. „Wir hätten fast schon einmal auf unsere Plakate drucken lassen: Orgel Plus - das Original“, meint Festivalleiter Dr. Gerd-Heinz Stevens.

Gerade hat der Orgel-Plus-Gründer das neue Programm für das 25. Festival Orgel Plus im kommenden Jahr vorgelegt, doch längst gibt es quer durch die Republik etliche ähnlich klingende Musikreihen.

„Doch nirgends haben sie so viele Zuhörer wie wir, nicht einmal in der Kölner Philharmonie“, weiß der Organist und beruft sich dabei auf Meldungen von Musikern, die außer in den Bottroper Kirchen auch auf anderen Orgelfesten spielten.

„Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Besucherzahlen so gewachsen sind“, betont Dr. Stevens. 300 Zuhörer pro Konzert zählen die Macher von Orgel Plus. „Beim vorigen Festival waren gut 3500 Gäste hier“, zieht der Musiker zufrieden Bilanz. Womöglich wird diese Zuhörerzahl zum silbernen Jubiläum zu Beginn des Jahres 2013 deutlich überschritten, da sich die Anzahl der Konzerte und Exkursionen auf vierzehn erhöht.

Wiedersehensfeier mit einer Reihe von Musikern

Zwei besondere Jubiläumskonzerte bietet der künstlerische Leiter des Festivals seinen Gästen dann an: ein Barockkonzert mit Sängerinnen und Instrumentalisten, die das Festival geprägt haben, ist im Kammermusiksaal des Kulturzentrums vorgesehen. Es wird dazu einen Sektempfang geben, um auf das Silberjubiläum anzustoßen. „Es wird eine Art Wiedersehensfeier für das Publikum mit einer Reihe von Musikern, die immer wieder einmal bei Orgel Plus aufgetreten sind“, sagte Dr. Stevens. Es gebe ja ohnehin viele Zuhörer, die sich wiederkehrende Gastspiele von ihnen besonders geschätzter Musiker bei dem Bottroper Festival wünschten.

Das Abschlusskonzert Mitte Januar mit dem Studio-Orchester Duisburg in der Eigener Liebfrauenkirche wird das zweite Jubiläumskonzert sein. Der Festivalleiter verspricht einen echten Höhepunkt. Neben der Orgel-Sinfonie Saint-Saens steht dann auch das „Sinfonie-Poem“ des Armeniers Aram Chatschaturjan an, in einem Satz für Orchester, Orgel und 15 Trompeten. Zum Jubiläum ertönen also sozusagen die Fanfaren.

Das 30. Festival Orgel Plus fest vorgenommen

Das Interesse der Musiker an dem über die Jahrzehnte gewachsenen Festival ist groß. „Wir haben im Jahr so um die 200 Angebote, mitunter auch aus Australien. Solche müssen wir aber ablehnen, das würde einfach zu teuer“, erklärt der Festivalleiter. Orgel Plus verfüge aber längst über einen ganzen Pool an Musikern und Organisten. „Von ihnen bekomme ich auch immer wieder einmal einen gezielten Hinweis auf interessante Kombinationen und Konzerte“, berichtet Dr. Stevens, der auch zum Festivaljubiläum der gewohnten Programmstruktur aus Kirchenkonzerten, Exkursionen und Schnupperkonzerten vertraut. Die erste Exkursion zum Festival führt im September zur großen Schau der Spieluhren und Drehorgeln im Orgelmuseum Utrecht, die zweite im Januar 2013 ebenfalls in die Niederlande zum Limburger Dom. Der Eintritt zu den beiden Schnupperkonzerten in St. Cyriakus und in der Kirche Heilige Familie ist auch im Jubiläumsjahr frei, in dem auch Filmfreunde auf ihre Kosten kommen. Wenn in St. Joseph Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm „Der letzte Mann“ zu sehen sein wird, spielen Wilfried Kaets an der Orgel und Norbert Krämer am Midvibraphon und Schlagwerk die Filmmusik dazu.

Die Zukunft des Orgelfestivals scheint für die nächsten Jahre gesichert. „Das kann man ruhig noch ein paar Jahre machen“, meint Festivalleiter Stevens. Er jedenfalls hat sich das 30. Festival Orgel Plus fest vorgenommen.

 
 

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