Orden feiert am Sonntag sein 90-Jähriges in Bottrop

Schwester Beate (l.) und Schwester Gertrud mit einer Fotografie der österreichischen Ordensgründerin und Ärztin Dr. Anna Dengel.
Schwester Beate (l.) und Schwester Gertrud mit einer Fotografie der österreichischen Ordensgründerin und Ärztin Dr. Anna Dengel.
Foto: FUNKE FotoServices
Die Missionsärztliche Schwestern begehen am Sonntag ein Doppeljubiläum. Schwester Beate feiert dann ihre Silberne Profess in der St. Elisabeth-Kirche.

Bottrop..  Schwester Beate von den Missionsärztlichen Schwestern stehen große Ereignisse bevor. Am nächsten Sonntag wird sie ihre Silberne Profess feiern, an dem Tag, an dem der Orden auch sein 90-jähriges Jubiläum begeht. Tatsächlich aber ist das Datum ein wenig geschummelt, denn ihr Silberjubiläum liegt eigentlich im Oktober. Doch dann ist Schwester Beate in Indien. Schon in der nächsten Woche packt sie ihre Koffer für die achtwöchige Reise.

Sonderurlaub hat sie dafür im Knappschaftskrankenhaus nehmen müssen, wo sie als Krankenhausseelsorgerin arbeitet, obwohl der Anlass ihrer Reise weder Ferienspaß, Sonne und Erholung sind, sondern die Teilnahme am alle sechs Jahre stattfindenden Generalkapitel in Indien. „Hier werden wir dann die Ziele für die nächsten Jahre formulieren“, verrät Schwester Beate über das Treffen, zu dem Delegierte aus der ganzen Welt anreisen werden.In Indien findet das Treffen deshalb statt, weil hier die Wurzeln des Ordens liegen.

Gegründet wurde er 1925 von der österreichischen Ärztin Dr. Anna Dengel, die 88-jährig im Jahr 1980 verstorben ist. Schwester Gertrud hat sie sogar noch in Deutschland kennengelernt.

Ordensfrauen kamen 2004

1975 ist Schwester Gertrud dem Orden beigetreten. Sie ist Krankenhausseelsorgerin wie Schwester Beate, im Auftrag des Bistums ist sie allerdings im Marienhospital Bottrop tätig. Im nächsten Jahr wird sie in den Ruhestand gehen. Wie die beiden Seelsorgerinnen gehen auch zwei weitere Schwestern der Bottroper Kommunität ganz „normalen“ Berufen nach,

Erst 2004 sind die Ordensfrauen nach Bottrop gezogen in das frühere Pfarrhaus der Gemeinde Heilig Kreuz. Vier Schwestern leben aktuell hier, eine fünfte ist zu Gast. Neben den beiden Seelsorgerinnen sind auch eine Ärztin und eine Physiotherapeutin Teil der Gemeinschaft. In Essen gibt es ebenfalls eine kleinere Kommunität, Berlin und Frankfurt sind größere Standorte. 35 Schwestern gibt es in Deutschland, weltweit 540, dazu rund 100 assoziierte Mitglieder.

Sie alle haben die Mission „Heilung ist möglich“, wobei damit nicht allein die körperliche, sondern auch die seelische gemeint ist.

Für die Menschen in Bottrop wollen die Schwestern bewusst ein „Andersort“ sein in einer Zeit der Vereinsamung und Individualisierung. Sie begleiten Menschen bei ihrer Sinnsuche, wollen ihnen das Göttliche in ihnen selbst zeigen.

Schwester Beate (Harst), die aus einem kleinen Ort in der Eifel stammt, hat sich bereits vor 25 Jahren für ihren Weg entschieden. 27 Jahre war sie damals alt und Gemeindereferentin. Seither hat sie auch in Ghana gearbeitet.

Heute gehört die Seelsorge im Hospiz mit zu ihren Aufgaben. Zu ihrem Fest kommen am Sonntag Schwestern aus aller Welt.

 

EURE FAVORITEN