ÖDP: Stadt baut Flughafen-Horrorszenario auf

Die Antwort der Verwaltung auf eine politische Anfrage zur Zukunft des Flugplatzes ist nach Ansicht der ÖDP-Ratsfraktion zwar sachlich weitgehend korrekt, es werde aber, so der Vorwurf, „der Eindruck erweckt der Bottroper Flugplatz sei in seiner Existenz ernsthaft gefährdet“, erklärt die ÖDP in ihrer Erwiderung. Darin heißt es:

„Die Befürworter der Subventionen aus den Reihen der großen Koalition und der Stadtverwaltung bauen ein Horrorszenario auf. Schon der vor Monaten vorgestellte Bericht des Rechnungsprüfungsamtes konnte dieses Horrorszenario nicht bestätigen. Weder muss die Stadt Bottrop bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid Schadensersatz leisten, noch müssen Zuschüsse an das Land zurückgezahlt werden. Zuschussnehmer war die Flugplatzgesellschaft und hier haftet die Stadt nur in Höhe ihrer Einlage“, meint die Partei.

Selbst im Fall einer Insolvenz der jetzigen Flugplatzgesellschaft sei ihrer Meinung nach ein weiterer Flugbetrieb in der Schwarzen Heide „sehr wahrscheinlich“. „Vor wenigen Jahren ging der Flugplatz Marl-Loemühle in Insolvenz. Die Politik im Kreis Recklinghausen wollte das Defizit nicht mehr tragen und sah für den Platz keine echte Zukunftsperspektive in Richtung Geschäftsreiseverkehr. Piloten und Unternehmen, die an einer Erhaltung interessiert waren, gründeten eine neue GmbH, führen den Platz weiter, aber sie träumen nicht von einem teuren Airport Ruhr, der durch die öffentliche Hand finanziert wird“ so ÖDP-Ratsmitglied Johannes Bombeck.

Wenn es in Bottrop und den umliegenden Städten einen spürbaren Bedarf gäbe, vom „sogenannten Airport Ruhr“ mit dem firmeneigenen Flugzeug oder dem Taxiflieger zu starten, dann hätten sich genügend Unternehmen, die sich an einer neuen Gesellschaft beteiligen, gefunden, glaubt die ÖDP.