OB hebt Gemeinsames mit Initiativen hervor

Die „Mobilität-Werk-Stadt“ führte einen Informationstag in der Aula der Janusz-Korczak-Gesamtschule durch. Interessiert verfolgen die Gäste den Vortag über „Innovation City“. Foto Dirk Bannert
Die „Mobilität-Werk-Stadt“ führte einen Informationstag in der Aula der Janusz-Korczak-Gesamtschule durch. Interessiert verfolgen die Gäste den Vortag über „Innovation City“. Foto Dirk Bannert
Foto: WAZ FotoPool/Dirk Bannert
Zustimmung für Innovation City. Doch beim Thema A 52 scheiden sich die Geister in der „Mobilitäts-Werk-Stadt“, einem Zusammenschluss von sechs Bürgerinitiativen.

Gemeinsam eine nachhaltige Verkehrsentwicklung für das Ruhrgebiet schaffen – dieses Anliegen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Mobilität-Werk-Stadt trifft Innovation City Bottrop“. In der „Mobilitäts-Werk-Stadt“ haben sich sechs Bürgerinitiativen aus der Region zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept. In Arbeitsgruppen, die sich sowohl aus Bürgern als auch Experten, Politikern und Verwaltungskräften zusammensetzen, sollen Anliegen aufgegriffen, Ideen und Konzepte zu Themen wie „Bürgerbeteiligung“, „Bus und Bahn“ oder „Radverkehr im Revier“ entwickelt und in die Tat umgesetzt werden.

Zu dem Treffen im Pädagogischen Zentrum der Janusz-Korczak-Gesamtschule war auch auch Oberbürgermeister Bernd Tischler als Repräsentant der Innovation City eingeladen worden. Er betonte die Gemeinsamkeiten Nachhaltigkeit, Bildung und Mobilität von Morgen und lobte die hohe Bürgerbeteiligung bei dem Projekt Innovation City.

„Als Modellstadt des Umweltschutzes möchte Bottrop nach zehn Jahren 50 Prozent der CO2-Emissionen vermieden haben“, so der Oberbürgermeister. Um dieses Ziel zu erreichen, seien zwei Dinge nötig: zum einen die Reduktion des Energieverbrauchs durch Wärmedämmung und energiesparende Heizsysteme, zum anderen die Schonung durch erneuerbare Energien. „Wir stehen gerade vor der Inbetriebnahme einer Windkraftanlage in einem Gewerbegebiet, durch die wir eine geringere Beeinträchtigung für die Umgebung anstreben“, sagte Tischler. Vorgesehen ist auch der Ausbau des Rad- und Fußverkehrs sowie der öffentlichen Verkehrsmittel.

Solche Projekte trafen auf allgemeine Zustimmung. Anders der geplante Ausbau der Autobahn 52. Klaus Franzke von der Initiative „Stoppt A 52“ sieht weniger eine Entlastung als eine Belastung für die betroffenen Städte: „Der Ausbau würde eine Verdreifachung der Verkehrsmenge und somit auch der Luftbelastung bedeuten. Ganz zu schweigen von dem zusätzlichen Lärm.“

Bennet Ahrens von der AG „Wirtschaft und Gütertransport in Stadt und Region“ möchte ein regionales Güterkonzept anstoßen: „Ziel ist es, den Güterverkehr zu reduzieren und effizienter zu machen“, sagte er.

Das dritte Treffen der „Mobilität-Werk-Stadt“ wird am 28. Mai in Gladbeck stattfinden. Bürger können jederzeit einer Arbeitsgruppe beitreten oder sogar eine eigene Gruppe gründen. Weitere Informationen gibt es unter www.transitautobahn.de.

 
 

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