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Brückenarbeiten

Nur noch ein Jahr Geduld

12.08.2010 | 16:53 Uhr
Nur noch ein Jahr Geduld
Im nächsten Sommer soll die Brücke an der Horster Straße fertig sein. Foto: Winfried Labus / WAZ Foto Pool

Bottrop. Die Brückenarbeiten an der Horster Straße scheinen nun endlich Fahrt aufgenommen zu haben. In etwa einem Jahr sollen die Baumaßnahmen in der Boy der Vergangenheit angehören.

„Unser Ziel ist es, dass die Brücke im nächsten Sommer komplett fertig ist“, sagt Klaus Benscheidt, Leiter der Abteilung Straßen und Brücken beimTiefbauamt. Bislang standen die Arbeiten an der Horster Straße unter keinem allzu guten Stern. Zunächst sorgten langwierige Gespräche mit den Einzelgesellschaften der Deutschen Bahn für Verzögerungen. Danach gab es Probleme mit empfindlichen Ammoniak-Leitungen, die weitere Verzögerungen nach sich zogen.

„Jetzt können wir aber frei arbeiten. Die Treppe zu den Bahnsteigen muss verlegt werden. In vier Wochen soll die neue Treppe stehen“, sagt Benscheidt. Der Bahnsteig soll auch in dieser Übergangsphase durchgehend erreichbar sein. Überall, wo Bauarbeiten dieser Größenordnung durchgeführt werden, gibt es natürlich auch Einschränkungen. So bietet die Behelfsbrücke nur wenig Platz für Fußgänger und Fahrzeuge. Zudem ist es dort zuletzt immer häufiger zu Vandalismusschäden gekommen. „Die Schranke an der Behelfsbrücke wurde einige Male mutwillig zerstört. Das kostet natürlich Geld. Bei weiterem Vandalismus könnte es sogar sein, dass die Busse dort nicht mehr fahren können“, berichtet Benscheidt. Laut Bauleiter Ingo Pretzsch haben sich die Anwohner bislang sehr kooperativ gezeigt: „Ich möchte den Anwohnern ein großes Lob aussprechen. Viele von ihnen haben sogar interessante Fragen zum Bauablauf gestellt. Wir haben auch bewusst keinen dichten Bretterzaun errichtet.“

Am Wochenende steht der nächste große Bauabschnitt auf dem Programm. „Wir werden die Brückenreste entfernen“, sagt Josef Niehues, Verantwortlicher für den Brückenbau bei der Firma Heinrich Walter Bau.

3,5 Mio. Gesamtkosten

In der Nacht von Samstag auf Sonntag sowie von Sonntag auf Montag werden ab Mitternacht drei Brückenteile zu je 80 Tonnen abgetragen. Bis sechs Uhr in der Früh werden dort keine Züge fahren, die Oberleitungen werden abgeschaltet. Die Kosten für die Brückenbauarbeiten allein betragen etwa 2,5 Mio Euro. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf 3,3 Mio Euro. Und wenn in (hoffentlich) einem Jahr die Arbeiten abgeschlossen sind, freuen sich nicht nur die Anwohner. „Aus der Sicht eines Bauleiters identifiziert man sich mit einem solchen Objekt und empfindet auch Stolz“, so Niehues.

Dennis Kohl

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