Neue Pläne fürs alte „Curry Inn“

Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Dem Betreiber des Angelteiches an der Grafenmühle droht Ungemach. Die Stadt will ihn zwingen, die ohne Genehmigung errichteten Hütten am Teichufer und das Vordach des Angelheims abzureißen. Auch der am Teich aufgestellte Container soll verschwinden. Für das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Curry Inn am See", für das die Bauaufsicht ebenfalls einen Abriss fordern wollte, ist dagegen ein neuer Bauantrag angekündigt.

Die Genehmigungslage von Bauten im Landschaftsschutzgebiet war diese Woche ein größeres Thema im Landschaftsbeirat. Grundsätzlich sind im Schutzgebiet alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die den Charakter des Schutzgebietes verändern oder die dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen. Deshalb betrachten besonders die Umweltverbände bestehende oder geplante Bauten mit Argusaugen. Auch die Bauaufsicht hat solche Gebäude an der Grafenmühle und in Kirchhellen im Blick, versicherte Martin Krause von der Bauaufsicht den Mitgliedern des Landschaftsbeirates: „Wir haben darauf ein wachsames Auge.“

Deshalb waren Mitarbeiter der Behörde auch diese Woche in Grafenmühle unterwegs, um die Gebäude rund um den Angelteich zu begutachten, nachdem eine Bauvoranfrage zurückgezogen worden war. Das Ergebnis fasst Krause auf WAZ-Anfrage so zusammen: Der dort aufgestellte Container müsse ebenso entfernt werden wie das Vordach des so genannten Clubheims und drei am Ufer aufgestellte Hütten: „Das Schreiben geht in den nächsten Tagen raus.“

Das werden die Mitglieder des Landschaftsbeirates gerne hören, insbesondere Reinhard Glowka, der Vorsitzende des Angelvereins „Petri Heil“, der gar nicht gut zu sprechen ist auf diesen „Angelzirkusteich“, bei dem er mit den neu ausgebildeten Fischereiaufsehern in diesem Jahr verstärkt kontrollieren will (die WAZ berichtete). Ebenso wie die Vertreter vom Umweltverbänden hatte er von der Verwaltung konsequentes Vorgehen gegen nicht genehmigte Bauten gefordert: „Es kann ja nicht sein, dass jemand einfach im Landschaftsschutzgebiet einen Bau hinstellt und das nachträglich abgenickt bekommt.“ Dem Gebäude des ehemaligen „Curry Inn am See“ allerdings hat der Landschaftsbeirat nach Angaben der Bauaufsicht im Jahr 2005 seinen Segen gegeben; es war damals als Verkaufsgebäude genehmigt worden.

Die Zukunft einer Kirchhellener Staudengärtnerei bleibt noch in der Schwebe. Die Landwirtschaftskammer will ihr Urteil darüber, ob tatsächlich die Gärtnerei im Vordergrund des Unternehmens steht, von der vorgelegten Bilanz für 2014 abhängig machen.

EURE FAVORITEN