Neue Möbel und ein Gartenhaus für das Hospiz

Nik Voegelin und Marianne Serra legengemeinsam letzte Hand an das neue Gartenhaus für das Hospiz.
Nik Voegelin und Marianne Serra legengemeinsam letzte Hand an das neue Gartenhaus für das Hospiz.
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin nimmt am Projekt „Ele packt an!“ teil und sorgt so für eine neue Gartenausstattung des Hospizes, in dem schwerstkranke Menschen ihren letzten Lebensabschnitt verbringen. Inzwischen engagieren sich dort 30 Ehrenamtliche.

Bottrop..  Neu und nachhaltig - so sollen die Projekte der Ele-Mitarbeiter sein, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren und deren Initiativen das Energie-Unternehmen dann unterstützt. Auch Marianne Serra arbeitet hauptberuflich bei der Emscher Lippe Energie GmbH. Einen Teil ihrer Freizeit schenkt sie aber dem neuen Hospiz. Überwiegend sonntags hilft sie dort, zum Beispiel bei der Betreuung der Besucher in dem voll belegten Haus, das Sterbenskranken ermöglicht, den letzten Lebensabschnitt schmerzfrei und in Würde zu verbringen.

30 Ehrenamtliche arbeiten schon mit

Viele Bottroper Bürgerinnen und Bürger, aber auch zahlreiche Unternehmen setzten und setzen sich weiterhin mit großem Engagement für das freundliche Haus neben dem Knappschaftskrankenhaus ein. Marianne Serra holt jetzt ihren Arbeitgeber mit ins Boot. „Ele packt an!“ - so heißt eine Initiative, in deren Rahmen das Unternehmen die ehrenamtliche Tätigkeit seiner Mitarbeiter unterstützt. So konnten jetzt für das Hospiz immerhin schöne neue Gartenmöbel, ein riesiger Sonnenschirm und das schmucke, hölzerne Gartenhaus angeschafft werden.

Rechtzeitig für den Fotografen schlägt Nik Voegelin, assistiert von Marianne Serra, buchstäblich den letzten Nagel ins helle Holz. Der 22-Jährige ist einer von gut 30 Ehrenamtlichen, die unterschiedlichste Arbeiten im Hospiz ausführen. Nik ist allerdings familiär vorbelastet. Vater Christoph leitet das Hospiz, das im März seine Pforten öffnete. Sein Sohn kümmer sich in seiner Freizeit um den Garten und erledigt Hausmeisterarbeiten. „Wir können jede Unterstützung brauchen, denn die elf Hauptamtlichen sind mit der pflegerischen Betreuung der Gäste vollauf beschäftigt“, sagt Christoph Voegelin.

Seit März sind 87 Menschen verstorben. Die Wartezeit des voll belegten Hauses liegt derzeit zwischen drei und fünf Wochen. Für manchen Schwerstkranken ist selbst das zu lang. Dennoch setzten feste und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - ein Schulungskurs für Ehrenamtliche durch die ambulante Hospizgruppe Bottrop hat gerade begonnen - alles daran, es den Gästen in der renovierten ehemaligen Chefarztvilla so angenehm wie möglich zu machen.

Dazu werden natürlich auch die neuen Gartenmöbel beitragen, die Nik gerade im neuen Gartenhaus winterfest verstaut hat. Auch Stefanie Genthe, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei der Ele, ist von diesem ersten Projekt von „Ele packt an!“ im Hospiz überzeugt. „Wir achten schon darauf, dass wir Dinge fördern, die wirklich nachhaltig und von allgemeinem Interesse sind, aber auch, dass die Initiative dazu von unseren Mitarbeitern ausgeht“, sagt Genthe. Denn schließlich unterstütze das Unternehmen das jeweilige Projekt nicht nur mit einem freien Tag für den Mitarbeiter, sondern gebe auch bis zu 2000 Euro dazu. Ein Betrag, der übrigens fast immer voll ausgeschöpft werde.

Marianne Serra freut sich, dass sie auf diese Weise noch etwas für das Haus organisieren konnte, in dessen Team sie sich von Anfang an wohl fühlte. „Wir sind eine tolle ehrenamtliche Frauentruppe und ich bin froh, hier etwas Gutes und Sinnvolles tun zu können.“

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