„Natürlich ist es schlimm, das so etwas nötig ist“

ESB-Sprecherin Claudia Kretschmer ist mit der 20. Saison der Suppenküche zufrieden.
ESB-Sprecherin Claudia Kretschmer ist mit der 20. Saison der Suppenküche zufrieden.
Foto: Winfried Labus / WAZ Foto Pool

Bottrop..  „Wir haben auch in diesem Winter wieder zwischen 80 und 100 Mahlzeiten am Tag verteilt. Die Zahlen sind über die Jahre eigentlich konstant geblieben“, sagt ESB-Sprecherin Claudia Kretschmer. Mitte des Monats nehme die Besucherzahl immer zu, denn dann werde langsam das Geld knapp.

Insgesamt zieht die Suppenküche eine positive Bilanz. „Das Angebot wird sehr gut angenommen, aber natürlich ist es schlimm, dass so etwas nötig ist“, sagt Claudia Kretschmer.

Die Gäste beklagten sich vor allem über die gestiegenen Energiepreise. Einige kämen bei der Kälte mit zu dünner oder beschädigter Kleidung. „Manchmal haben wir dann mit einem paar Schuhe oder einer neuen Jacke ausgeholfen.“

Das künftig kleinere Budget aufzufangen, sei schwierig. „Wir müssen uns auf die Spendenbereitschaft der Bottroper verlassen.“ Jetzt seien sie erst einmal froh, dass die Saison gut beendet werden konnte. „Es sieht so aus, dass unser Budget in diesem Winter ausgereicht hat.“

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