Nabu ruft wieder zur Teilnahme an der Vogelzählung auf

Der Nabu in Bottrop zählt wieder fest auf die Vogelfreunde. In der Zeit von Freitag, 9. Mai, bis Sonntag, 11. Mai, ruft der Naturschutzverein die Bürger wieder zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Stunde der Gartenvögel“ auf. Der neue Vorsitzend des Nabu Bottrop, Dieter Ullrich, setzt darauf, dass neben vielen erwachsenen Naturfreunden auch Schulklassen und Kindergärten mitmachen. „Lehrer und Erzieher tun dabei etwas dafür, den Unterricht aufzulockern “, erläutert er. Zudem würden die Kinder und Jugendlichen viel über die Natur und die Vogelarten erfahren und die Natur profitiere ebenfalls, weil auf diese Weise auch Interesse für die Belange der Natur und des Naturschutzes geweckt werde. „Eine Win-Win-Situation“, findet er, also eine Situation, in der alle Beteiligten profitierten. Die Teilnahme an der großen Mitmachaktion in Bottrop, lobt er, sei in den vergangenen Jahren rege gewesen, sei aber trotzdem noch „ausbaufähig“.

Gezählt werde nicht alle drei Tage hindurch, sondern während einer gewählten Beobachtungsstunde. In dieser Stunde werde die höchste Anzahl einer erkannten Vogelart notiert. Formulare und Infos dafür gibt es im Netz unter: www.nabu.de.

„Es macht durchaus Sinn, die Vögel zu zählen“, erklärt der Bottroper Nabu-Vorsitzende. Denn wegen der langjährigen Erfahrung – die Zählung findet zum zehnten Mal statt – gewännen die Ergebnisse mehr und mehr ans Aussagekraft.

Gleichzeitig macht Dieter Ullrich noch einmal auf den Vogel des Jahres aufmerksam: den Grünspecht. „Ein Exot unter den Spechten.“ Das Besondere des Vogels aus Sicht des Naturschützers: Der Grünspecht suche Nahrung im Boden, hole sie sich aber auch aus dem Baum. Zudem baut er seine Höhle in Altbäumen. Weil aber Altholz häufig gefällt werde – „auch in Bottrop“ -- drohe dem Grünspecht Heimatverlust, zudem fielen Nahrungsquellen weg. „Da helfen dem Grünspecht auch die Nistkästen nicht“, kritisiert Ullrich.

Die Abholzung am Becker Wald hätten ihn auch, erklärt der Ullrich, der zuvor langjähriger Förderer des Nabu war, schließlich zum Mitglied des Nabu gemacht. Denn über die „mangelnde Information der Anwohner“ über die Maßnahme habe er sich so massiv geärgert, dass er sich jetzt mit dem Nabu verstärkt für die Natur einsetze.

 
 

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