Nabu Bottrop fordert Vorgehen gegen Biker im Wald

Matthias Düngelhoff
Das Gebiet entlang des Spechtbachs ist, so der Nabu, ein hochsensibles Öko-System. Biker würden dort erheblichen Schaden anrichten.
Das Gebiet entlang des Spechtbachs ist, so der Nabu, ein hochsensibles Öko-System. Biker würden dort erheblichen Schaden anrichten.
Foto: WAZ FotoPool
Die Biker, so die Naturschutzorganisation, richten abseits der Wege erheblichen Flurschaden an. Das war jetzt Thema im Landschaftsbeirat.

Bottrop-Kirchhellen.  Mountainbiker im Köllnischen Wald sind dem Naturschutzbund (Nabu) ein Dorn im Auge. Zumindest wenn sie die ausgewiesenen Wege verlassen und auf Trampelpfaden im Wald unterwegs sind. Auf Antrag des Nabu befasste sich am Montag der Landschaftsbeirat in seiner Sitzung mit diesem Thema.

Pfade entlang des Spechtbachs

Besonders betroffen sei das Gebiet nördlich der Oberhausener Straße, so die Nabu-Kritik, vorwiegend die Pfade entlang des Spechtsbachs zwischen Haniel-Siedlung und Bottroper Straße. Dort – gegenüber dem Forsthaus Specht – endet einer der Pfade, der nach Aussage der Naturschützer regelmäßig von den Mountainbikern genutzt werde. Außerdem gebe es Pfade, die von dort bis zur Mountainbike-Strecke am Vossundern gehen.

Die Biker richteten entlang des Spechtbachs „erhebliche Flurschäden“ an, ärgern sich die Naturschützer in dem Gremium. „Das Gebiet entlang des Spechtsbachs ist ein hochsensibles Öko-System, ein naturnaher Haimsimsen-Rotbuchenwald, der im Ruhrgebiet in dieser Form seinesgleichen sucht und ungestört bleiben sollte“, sagt Thomas Kaba, Nabu-Vertreter im Landschaftsbeirat. Dem Verband wäre es deshalb am liebsten, wenn die Stadt – in Form des Kommunalen Ordnungsdienstes – hier kontrolliert und uneinsichtige Radfahrer zur Kasse bitten würde.

Doch so weit ist es noch nicht, sagt Thorsten Albrecht von der Pressestelle der Stadt. Zunächst einmal gehe es darum, festzustellen, wie groß denn diese Problem sei. Beschwerden seien bei der Stadt bisher noch nicht bekannt. Dann gehe es auch noch darum zu klären, wer denn kontrollieren solle. Laut Albrecht stehe das Thema nun auf der politischen Agenda und die zuständigen Stellen seien nun aufgefordert einzuschätzen, wie damit umzugehen sei, ob Kontrollen nötig seien und wie die aussehen könnten.

Die Anforderungen an den Kommunalen Ordnungsdienst sind immens. Er wird seitens der Politik gern nach vorne geschickt, um Probleme zu lösen oder „Präsenz zu zeigen“, so eine häufig zu hörende Forderung in Ausschüssen oder Bezirksvertretungen – ob es nun um Diebstähle und Vandalismus auf Friedhöfen geht, Ruhestörungen oder andere unliebsame Vorfälle. Gleichzeitig ist die personelle Ausstattung des Ordnungsdienstes dünn. Zuletzt wurden gar noch Stellen gestrichen.

Thema wird erneut beraten

Im Landschaftsbeirat möchte man das Thema dennoch nicht aus den Augen verlieren. Gern hätte das Gremium bereits am Montag mit Vertretern des Ordnungsamtes gesprochen. so der Vorsitzende des Landschaftsbeirats, Hans-Jürgen Fey. Er kündigte an, das Thema in einer der nächsten Sitzungen des Beirats erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Dem Thema solle nachgegangen werden, so die Forderung.