Musikalische Show bei Comedy im Saal

Gastgeber Benjamin Eisenberg. Foto: Peggy Mendel/WAZFotoPool
Gastgeber Benjamin Eisenberg. Foto: Peggy Mendel/WAZFotoPool

Bottrop.. Am Sonntagabend lud Benjamin Eisenberg zur Oktoberausgabe von Comedy im Saal ein. Vor vollem Haus leitete der Moderator wie gewohnt mit einem politisch-satirischen Monatsrückblick den Abend ein.

Klar, dass die geplante Verfilmung von Karl Theodor zu Guttenbergs Biografie da ein Thema war. Das Drehbuch sei bereits abgeschrieben worden. Aber eigentlich solle man sich nicht über den Fall wundern, schließlich habe Eisenberg immer gesagt: „Was will man sonst von jemandem, der Guttenberg heißt, erwarten,als dass er Bücher von anderen produziert?“ Genau so scharf schoss Eisenberg gegen die Banker. Aus einer Studie der Schweizer Universität St. Gallen ging hervor, dass Banker noch egoistischer handelten als Psychopathen. Eisenbergs Konsequenz daraus: „Dann wird Hannibal Lecter eben Chef der Deutschen Bank und Josef Ackermann geht in die Psychiatrie.“

Weniger politisch, dafür umso musikalischer zeigten sich die Gäste in der 89. Ausgabe von Comedy im Saal. Dittmar Bachmann schien auf der Bühne überschüssige Energie abzubauen, indem er „das Geheimnis der Popmusik“ lüftete. Der Schlüssel zum Erfolg seien vier Akkorde aus dem schottischen Volkslied „Auld Lang Syne“. Um das zu beweisen, sang er sich zur immer gleichen Melodie einmal quer durch die Popgeschichte – von „Stand by me“ über „Let it be“ bis hin zu „Hoch auf dem gelben Wagen“. Als roter Faden diente – klar – „Alles nur geklaut“ von den Prinzen. So tobt man sich produktiv aus.

Trappatoni-Parodie

Nach langer Zeit mal wieder in der OT Eigen zu Gast war „der Obel“. Er unterhielt sein Publikum mit Fußballliedern, Witzen über die Sesamstraße oder einer überzeugenden Giovanni Trappatoni-Parodie: „Die Null muss am Ende immer stehen, aber doch nicht zwischen den Pfosten!“

Um den beliebtesten Sport der Deutschen ging es auch bei der A Capella-Gruppe „Wireless“. Die fünf jungen Bochumer bewiesen, dass man Fangesänge auf musikalisch hohem Niveau vortragen kann. Mit Schals des VFL ausgerüstet zeigten sie sich vorsichtig optimistisch, dass die Bochum er im Jahr 3010 endlich die deutsche Meisterschaft gewinnen werden.

Musikalisch war diesmal auch der „Very Important Bottroper“. Laura Kurenz, eine DJane, also ein weiblicher DJ zu Gast und erzählte von ihrer Begegnung mit Lady Gaga. Sie durfte die provozierende Popmusikerin in Berlin treffen, nachdem diese höchstpersönlich einen Remix von Kurenz zum besten Lady Gaga-Remix gekürt hatte. Dabei verriet die junge Bottroperin auch, dass Lady Gaga schüchtern gewesen sei – ganz anders also als auf der Bühne. Auch wenn Eisenberg die Kritik an der Rubrik beim letzten Mal nicht teilte und sich bereits da zufrieden mit der Show gab, diesmal hat er einiges verbessert.

 
 

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