Mit dem Navi zur richtigen Berufswahl

Andrea Kleemann
Gemeinsam mit Schülern durch die Irrwege der Berufe navigieren wollen (v.l.): Ulrich Niesing ( Rotary-Club), Jürgen Hort (Berufsnavigator ), Thomas Schmidt ( Vorstand Sparkasse ), Reinhard Schönfeld ( Leiter des Josef - Albers Gymnasium ) und Dominik Blechschmidt ( Agentur für Arbeit ). Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Gemeinsam mit Schülern durch die Irrwege der Berufe navigieren wollen (v.l.): Ulrich Niesing ( Rotary-Club), Jürgen Hort (Berufsnavigator ), Thomas Schmidt ( Vorstand Sparkasse ), Reinhard Schönfeld ( Leiter des Josef - Albers Gymnasium ) und Dominik Blechschmidt ( Agentur für Arbeit ). Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
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Bottrop. Im Auto möchte kaum jemand auf sein „Navi“ verzichten. In Kürze kommen nun die Schülerinnen und Schüler des Josef-Albers-Gymnasiums in den Genuss eines Navigationssystem. Dies soll ihnen eine frühzeitige Berufsorientierung ermöglichen. Sparkasse, Rotary-Club und Arbeitsagentur tragen das Projekt und stellten es vor.

„Die wenigsten jungen Menschen wissen, welche Berufs- oder Studienwahl sie treffen sollen“, weiß Sparkassen-Vorstand Thomas Schmidt noch aus eigener Erfahrung. „Wirkliche Hilfestellungen gibt es kaum und letztlich fällt eine Bauchentscheidung.“ Um jungen Menschen in diesem so wichtigen Entscheidungsprozess zu helfen, hat die Sparkasse bereits die Berufsinformationsbörse und das Bewerbertraining auf den Weg gebracht. Jetzt folgt der so genannte „Berufsnavigator“ - ein bundesweites Projekt, an dem inzwischen rund 105 000 Schüler teilgenommen haben.

Das computergestützte System hilft den Mädchen und Jungen ihre Stärken, Schwächen, Interessen und Fähigkeiten zu analysieren. Dazu werden in einem Computertest 50 Merkmale wie Belastungsfähigkeit, Toleranz, Lernfähigkeit, Entschlossenheit oder Motivation sowohl vom Schüler selbst, als auch von drei bis vier Mitschülern beurteilt. „Hintergrund ist, dass zwei Drittel der Menschen sich selbst nicht richtig einschätzen können. Mitschüler hingegen kennen die gegenseitigen Stärken und Schwächen sehr gut“, erläutert Jürgen Hort, Geschäftsführer der Berufsnavigator GmbH. „Dadurch entsteht ein sehr aussagekräftiges Persönlichkeitsprofil.“ Im Anschluss an die Auswertung des Tests, erfolgt ein Beratungsgespräch in Kleingruppen.

Der Startschuss für den Berufsnavigator fällt am JAG in der kommenden Woche. 36 Testplätze werden dann eingerichtet. „100 Schülerinnen und Schüler haben sich angemeldet“, so Schulleiter Reinhard Schönfeld und freut sich, dass der Berufsnavigator das Konzept der Schule zur Berufsvorbereitung ergänzt. „Zudem können die Ergebnisse in die Abiturplanung einfließen.“ Im Juni startet der Berufsnavigator auch am Heinrich-Heine-Gymnasium.