Ministerpräsidentin Hannelore Kraft preist Innovation City Bottrop als "Aufbruchsignal"

NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt Innovation-City-Aufsichtsratschef Dr. Wulf Bernotat und Geschäftsführer Burkhard Drescher. Foto: Dirk Bauer
NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt Innovation-City-Aufsichtsratschef Dr. Wulf Bernotat und Geschäftsführer Burkhard Drescher. Foto: Dirk Bauer
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„Bottrop als Innovation City ist ein echtes Aufbruchsignal“, sagte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei einem Besuch in der Stadt. „Ich bin positiv überrascht, wie viele Projekte schon angelaufen sind. Kraft trug sich auch ins Goldene Buch der Stadt ein. Daran hatte es im Vorfeld Kritik gegeben.

Bottrop. Drei Musterhäuser sollen bald für die Innovation City Ruhr in Bottrop stehen: ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus und ein Wohn- und Geschäftshaus. An ihrem Beispiel können andere Eigentümer dann sehen, wie sie ihre Häuser am besten modernisieren, um Energie einzusparen - und bei schnell steigenden Energiepreisen auf längere Sicht ja auch Geld.

Innovation-City-Geschäftsführer Burkhard Drescher stuft das Interesse an diesen Musterhäusern als groß ein. Für das Einfamilien-Musterhaus gebe es 35 Bewerber, für das Mehrfamilienhaus 21 und für das Geschäftshaus sechs Interessenten. „Im Juni wird eine Fachjury dann verkünden: the Winner is“, antwortete der Geschäftsführer.

„Welche Resonanz hat das denn?“

Denn Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wollte bei ihrem Besuch im Zentrum für Information und Beratung der Innovation City Ruhr von dem Hausherrn vor allem wissen, ob das Zukunftsprojekt bei den Bürgern auch auf Gegenliebe treffe. „Welche Resonanz hat das denn?“, fragte Hannelore Kraft nach, als ihr Drescher von den nun fast 9000 Hausbesuchen berichtete, mit denen seine Mitarbeiter bei den Besitzern Interesse an dem Projekt weckten. Gerade auch von ihnen hängt ja ab, ob das Ziel erreicht werde, bis 2020 den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid zu halbieren. „Sie müssen ja selber mit eigenem Geld in ihre Häuser investieren“, betonte Drescher. Die Mitarbeiter im Zentrum für Information und Beratung helfen, in dem sie Kosten der Hausrenovierung durchrechneten, Finanzierungen und Fördermöglichkeiten aufzeige und Kontakte zu Geld- und Kreditgebern vermitteln.

„Bottrop als Innovation City ist ein echtes Aufbruchsignal“

„Bottrop als Innovation City ist ein echtes Aufbruchsignal“, sagte die Ministerpräsidentin. „Ich bin positiv überrascht, wie viele Projekte schon angelaufen sind. Die Innovation City Ruhr hat alles, was das Herz sich wünscht in Sachen Klimaschutz“, sagte sie, „ich hatte nicht erwartet, dass schon so viel Konkretes hier passiert“. Sie überzeuge gerade der Versuch, die Stadt aus dem Bestand heraus klimafreundlich und energie-effizient zu modernisieren.

„Es gibt nichts Überzeugenderes als die Praxis“, sagte Bodo Hombach, Moderator des Initiativkreises Ruhr, jenem Zusammenschluss von 60 führenden Unternehmen, der Innovation City unter den Revierstädten ausgelobt hatte. „Bottrop ist ein schwieriger Ort“, sagte Hombach, „wenn das hier klappt, klappt es überall“.

„Es gibt nichts Überzeugenderes als die Praxis“

100 Projekte seien auf den Weg gebracht, zig Unternehmen bringen sich ein, zum Beispiel auch die Stahlbau-Firma Technoboxx an der Gohrweide, in der sich die Ministerpräsidentin umsah. Das Unternehmen, das Stahlkonstruktionen fertigt, produziert völlig klimaneutral, weil es den benötigten Strom aus Photovoltaik bezieht.

Innovation City sei schön für Bottrop, sagte Burkhard Drescher, aber: „Wir machen das nicht nur für Bottrop“. Ende 2013 liege das Innovationshandbuch vor. „Damit können wir Innovation City dann auch nach Gelsenkirchen, aber auch nach Liverpool oder Lyon tragen“.

 
 

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