Mehr Stellen im Gesundheitswesen

Nach einer Untersuchung der Arbeitsagentur wird im Bereich der Gesundheit und Pflege der größte Zuwachs an Arbeitsplätzen erwartet.

Der stärkste Beschäftigungszuwachs in der Region ist im Bereich der Gesundheit und Pflege zu erwarten. Knapp 20 000 der insgesamt 120 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Zuständigkeitsgebiet der Arbeitsagentur und damit jeder sechste Beschäftigte in Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck arbeitet bereits heute im Gesundheits- und Sozialwesen.

Wachstum von fünf Prozent

Nach einer aktuellen Brancheneinschätzung könnte die Beschäftigtenzahl hier mittelfristig um bis zu fünf Prozent wachsen. „Der Regionale Arbeitsmarktmonitor zeigt für diese Branche einen weiter wachsenden Markt“, erklärt Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen. „Zum einen wird die Alterung der Bevölkerung dazu führen, dass in der Emscher-Lippe-Region mehr Personen leben, die einer Betreuung bedürfen. Zum anderen werden weniger Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, die die vorhandenen Arbeitsstellen besetzen können“.

Aber auch für den gewerblich-technischen Bereich sowie das Bau- oder baunahe Gewerbe oder in den Branchen Logistik, Transport und Verkehr sieht der Arbeitsmarktmonitor eine günstige Entwicklung für den Arbeitsagenturbezirk. „Es wird für Unternehmen in diesen Branchen immer anspruchsvoller, die passenden und ausreichend qualifizierten Fachkräfte zu finden“, so Wolterhoff. Um diese künftigen Stellen zu besetzen, sehe er insbesondere die betriebliche Aus- und Weiterbildung auf hohem Niveau sowie die Erhöhung der Frauenerwerbsquote und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer als Möglichkeit.

Vorstellung über das Risiko

Mit Hilfe des regionalen Arbeitsmarktmonitors und der Unterstützung von verschiedenen Arbeitsmarktexperten (Industrie- und Handelskammer, Arbeitgeberverband und Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. - Dehoga Westfalen) hat die Gelsenkirchener Arbeitsagentur eine aktuelle Einschätzung der Chancen und Risiken für die Beschäftigungsentwicklung in den bedeutendsten Branchen der Region aufgestellt. Ziel der aktuellen Einschätzung ist es, eine Vorstellung über das Risiko für Beschäftigungsverluste bzw. die Chance für Beschäftigungszuwächse in den einzelnen Branchen in den kommenden sechs bis zwölf Monaten zu entwickeln.