Mehr als 500 Besucher rockten am Berg

Die „Backstairs“ waren Sieger beim Friday Battle von Rock am Berg im Alpincenter und eröffneten einen Tag später das offizielle Festival.
Die „Backstairs“ waren Sieger beim Friday Battle von Rock am Berg im Alpincenter und eröffneten einen Tag später das offizielle Festival.
Foto: WAZ FotoPool
Topacts bei Rock am Berg im Alpincenter waren in diesem Jahr die Formationen Motorjesus und Tri State Corner. Aus dem Friday-Battle, der abends zuvor stattfand, weil sich so viele bands beworben hatten, ging die Band „Backstairs“ hervor. Sie eröffneten das offizielle Festival einen Tag später.

Bottrop..  Wessen Herz für Rockmusik schlägt, wer einen außergewöhnlichen Blick über Bottrop mag und vom Tanzen einfach nicht genug bekommt, der war beim diesjährigen Festival „Rock am Berg“ genau richtig. Bereits zum dritten Mal organisierten Dennis Bröhl und Holger Czeranski das Festival im Alpincenter und lockten damit mehr als 500 Besucher an. „Ursprünglich wollten wir eigentlich ein Familienwochenende mit Live-Musik am Abend organisieren“, so die Planer. „Allerdings haben wir kurzfristig das ganze Drumherum abgesagt, so blieb nur noch die Musik übrig.“

„Motorjesus“ & „Tri State Corner“

Insgesamt traten am Samstagabend sechs Bands auf, darunter „So What!“, „Greydon Fields“ und „Pils Angels“. Headliner des Abends waren „Motorjesus“ und „Tri State Corner“. Da das Festival jedoch förmlich „überrannt“ wurde von Bandbewerbungen, veranstalteten Bröhl und Czeranski einen zusätzlichen „Friday Battle“.

Dabei hatte eine von fünf weiteren Bands noch einmal die Möglichkeit, sich einen Startplatz für Samstag zu sichern. Die Jury bestand aus einem Vertreter aus jeder Band. Außerdem gab es Stimmzettel für das Publikum. Gewonnen hat die Band „Backstairs“, die am Samstag das Festival eröffnen durfte. „Jetzt geht’s los, jetzt gibt’s einzigartigen Rock‘n‘Roll“, so feuerte Manni „Guitar“ Schmidt, selbst Heavy-Metal-Gitarrist, die Musiker an.

„Das Besondere an diesem Festival ist, dass wir Bottroper Bands eine Plattform für ihr Können bieten“, sagt Czeranski. „Dafür haben wir in diesem Jahr jedoch noch einmal einen draufgesetzt, denn wir haben eine viel größere Bühne aufbauen lassen, die Lichttechnik ist viel besser und es treten sogar Profibands wie ,Motorjesus’ auf.“

Jede Band darf eine Stunde lang die Wände vom Alpincenter zum wackeln und das Publikum zum Tanzen bringen, darunter auch „Tri State Corner“. Seit neun Jahren spielen die fünf Jungs zusammen, befreundet sind sie allerdings schon viel länger. „Unser Name steht für unsere Herkunft, denn wir kommen aus Griechenland, Deutschland und Polen“, so die Drei-Länder-Formation. „Wenn wir auf der Bühne stehen, fühlt sich das jedes Mal so an, als stünden wir gerade im Finale der Fußball-WM und schießen jeweils das entscheidende Tor.“

Die Begeisterung der Rockmusiker spürt auch das Publikum. „Wir sind bereits zum wiederholten Mal mit Familie und Freunden hier“, sagen Heike Bolik (49) und Tochter Lisa-Marie (12). „Jedes Jahr gibt es bei „Rock am Berg“ fantastische Stimmung, die Musik ist super und die Tanzfläche ist nicht so überfüllt, deshalb kann man sich hier immer noch sehr gut bewegen.“ Doch nicht nur das Publikum, sondern auch die Musiker selbst vollführten waghalsige Sprünge auf der Bühne. Für diese eingeschobenen „Stunts“ gab es dann auch jedes Mal riesigen Sonder-Applaus.

 
 

EURE FAVORITEN