Malerin verbindet Kunst und Wissenschaft

Kunst trifft Wissenschaft – unter diesem Motto präsentiert die junge Künstlerin Maike Dähn Ende diesen Monats ihre erste Ausstellung im „jungen museum“. Seit 2012 studiert die 24-Jährige in Essen. Nach ihrem abgeschlossenen Bachelor in Kunst und Biologie studiert die geborene Bottroperin Kunstpädagogik nun im Masterstudiengang weiter.

„Jährlich gibt es die ‚Resultate‘-Ausstellung in der Uni, bei der die besten Arbeiten ausgestellt werden, das sind meine ersten Erfahrungen mit Ausstellungen gewesen.“ Neben einer kleinen Ausstellung in der Kulturkneipe Passmanns sammelt sie weitere Erfahrungen in der Szene durch ihre Arbeit im Folkwang Museum in Essen. „Dort habe ich eher kuratorische Aufgaben und kann viel lernen und manches davon auch für meine eigene künstlerische Arbeit mitnehmen.“

Ihr altes Auto wird zur Skulptur

Nach einem vierwöchigen Praktikum in der Kulturwerkstatt und ihrer Arbeit im Projekt „Kultur und Schule“ im letzten Jahr hing die Idee einer eigenen Ausstellung in der Luft. „Ich hatte Katrin Reck von der Kulturwerkstatt damals gefragt, ob ich eine Räumlichkeit zur Ausstellung meiner Werke beziehen könnte.“ Doch die hatte andere Pläne und bot Maike eine offizielle Ausstellung im jungen Museum an. „Dass daraus so etwas Großes entsteht, hätte ich nicht gedacht.“

Ihre erste eigene Ausstellung setzt sich mit der Kommunikation von Wissenschaft in der Kunst auseinander, die gleichzeitig auch die Verbindung zwischen Leib und Seele aufgreift. Zwei Skulpturen und drei Druckarbeiten werden bis Ende November zu sehen sein. Für ihre beiden Skulpturen musste ihr alter Seat Marbella ordentlich Metall lassen. „Für meine Skulptur mit dem Namen ‚To inner‘ habe ich den Endschalldämpfer malerisch aufgebrochen und dessen Form verändert, die zweite Skulptur besteht aus Teilen der Karosserie.“ Die Skulptur „Referenzkörper“ greift die Thematik von Körper und Psyche auf unterschiedlichen Ebenen auf.

Metallteile in den Körpermaßen der Künstlerin geben der Skulptur ihre Form. „Mir ist es wichtig, mit Dingen und Materialien zu arbeiten, die mit etwas bedeuten oder mit denen ich etwas verbinde“, erklärt Maike Dähn ihre Arbeitsweise. Daher stehen auch die Skulpturen mit ihren Druckarbeiten in Kommunikation. „Eine Druckarbeit besteht ebenfalls aus Stoffstreifen in meinen Körpermaßen, die ich von den Karosserieteilen abgedruckt habe.“

Dank ihres Biologie-Studiums hat Maike sich in einer anderen Druckarbeit mit wissenschaftlichen Theorien zur menschlichen Seele befasst und diese mittels komplizierter Druckverfahren abgebildet. „Ich bin sehr stolz auf meine Ausstellung und gespannt, was Fremde aber auch Freunde und Familie zu meiner Arbeit sagen werden.“

Ihre erste eigene Ausstellung ist für sie etwas Besonderes. „Ich bin nervös, freue mich aber über Kritik und eigene Interpretationen der Besucher.“

 
 

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