Mädchen lehren Roboter das Tanzen

Das Team Zeitreise vom Bottroper Josef-Albers-Gymnasium gewann die Regionalausscheidung des landesweiten Roboterwettbewerbs.
Das Team Zeitreise vom Bottroper Josef-Albers-Gymnasium gewann die Regionalausscheidung des landesweiten Roboterwettbewerbs.
Foto: WAZ FotoPool
Mit dem Team Zeitreise gewannen vier Schülerinnen aus Bottrop den Regionalwettbewerb „Robot-Performance“ im Lichthof. Jetzt geht’s am 13. Juli zum Finale nach Mülheim.

Bottrop.  Was ihre beiden kleinen Roboter nicht alles können sollen: auf ein Klatschsignal hin losfahren, miteinander plaudern, einen Buzzer drücken, ein Tor schießen, ein Labyrinth meistern, miteinander tanzen. . . Team Zeitreise – vier Zehntklässlerinnen vom Josef-Albers-Gymnasium – hat sich für seine Teilnahme am Roboter-Regionalwettbewerb der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi) einiges vorgenommen. Ganz schön nervös sind die Mädels vor dem ersten von zwei Durchläufen, bei dem die Zeitreise ihrer Lego-Roboter vom Mittelalter bis in die Zukunft nach perfektem Start auch tatsächlich ein wenig ins Stocken gerät. Doch am Ende des Tages ist alles gut, denn es heißt: Platz eins für Team Zeitreise! Nun geht’s zum NRW-Finale nach Mülheim.

Kommunikation per Bluetooth

Damit setzten sich Farina Zeller (15) und Annika Arndt (15) – beide schon „Wiederholungstäterinnen“ bei dem Roboterwettbewerb, der 2006 Premiere hatte – mit den „Frischlingen“ Tibia Warzecha (16) und Anna Brockmann (16) im Lichthof des Berufskollegs gegen sieben weitere reine Mädchen-Teams aus der Region durch. Programmiert und die Kulisse gebaut hatten sie ausschließlich in ihrer Freizeit. Und was war das Schwierigste in der Vorbereitung? „Dass die beiden Roboter nicht zusammenprallen – sie kommunizieren per Bluetooth“, erklärte Farina.

Mit dem Disco-Team war eine weitere Gruppe vom JAG am Start, nämlich sechs Mädchen im Alter von 9 bis 11 Jahren aus der Roboter-AG. „Die beiden Roboter tanzen, gehen an der Bar etwas trinken, verlieben sich und tanzen noch mal“, fasst Jule Cleven (11) die Geschichte der Disco-Roboter-Aufführung zusammen.

All dies geschieht jeweils vor den Augen einer fachkundigen Jury, namentlich Beate Jost und Thorsten Leimbach vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (St. Augustin). Sie schauen sich nicht nur die Aufführung an, sondern unterhalten sich im Anschluss auch noch eingehend mit den Mädchen.

Dass es bei dem landesweiten zdi-Roboterwettbewerb, an dem insgesamt 1000 Schüler teilnehmen, neben der Kategorie „Robot-Game“ für gemischte Teams auch die u.a. in Bottrop ausgetragene reine Mädchen-Kategorie „Robot-Performance“ gibt, hält Pressesprecherin Kerstin Helmerdig für wichtig: „Im Hintergrund steht, dass wir Mädchen an die MINT-Fächer heranführen wollen.“ MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

 
 

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