Leser richten Fragen an die Experten

Die Leser hatten einige Fragen mitgebracht, die sie an die Experten der Emschergenossenschaft richteten: „Wie viel Vorwarnzeit bleibt, wenn es zu einem Ernstfall kommt?“, wollte ein interessierter Besucher wissen. Bauingenieur Meybohm: „Wir haben, bevor Hochwasser ausbricht, knappe 45 Minuten Vorwarnzeit. Die moderne Technik macht eine frühe Einschätzung der Lage möglich, so dass das Pumpwerk Boye B auch noch von Hand eingeschaltet werden kann, bevor das Wasser über die Pegel steigt.“ Ein anderer Gast erkundigte sich nach den Eventualitäten bei einem Stromausfall. Die Antwort lautete: „Wir haben zwei separate Stromeinspeisungen. Wenn der Strom des einen Versorgers ausfällt, dann springt die andere Einspeisung ein. Es gibt zusätzlich noch ein Notfallsystem für alle Fälle.“

Die nächste Frage zielte auf die Mitarbeiter und Arbeitszeiten ab: „Ist die Anlage durchgängig unter Aufsicht?“ Meybohm: „Ja und nein. Sie läuft die meiste Zeit automatisch und wird von uns überwacht. Das Pumpwerk ist jedoch nicht 24 Stunden am Stück besetzt. Wir sind zum großen Teil für die Kontrolle und Wartung der Maschinen zuständig. 90 Prozent der Arbeiter, die hier beschäftigt sind, sind gelernte Elektrofachkräfte.“

Einer der Gäste wollte wissen, wann Boye A und Boye B errichtet worden sind. „A gibt es seit 1958, das andere wurde 1971 gebaut. Bestimmte Pumpen kamen erst später hinzu“ Abawi erklärte zu Beginn der eindrucksvollen Führung: „Das Hochwasserpumpwerk an der Boye ist das größte Pumpwerk der Emschergenossenschaft – das soll etwas heißen.“

 
 

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