Lesepaten brauchen Verstärkung

Michaela Skrzipale organisiert das Projekt Lesepaten. Mit dem riesigen Interesse an den Paten hat sie nicht gerechnet.
Michaela Skrzipale organisiert das Projekt Lesepaten. Mit dem riesigen Interesse an den Paten hat sie nicht gerechnet.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Weil das Interesse an den Paten in Bottrop überragend groß ist, werden dringend weitere Ehrenamtler gesucht. Denn alle Kitas wollen Vorleser für die Kinder haben. Michaela Skrzipale, die Organisatorin, ist von dem starken Echo beeindruckt.

Erst war es nur als ein Angebot gedacht, als Erweiterung der Möglichkeiten in Bottrop, doch dann wurde daraus ein echter „Kassenschlager“: Lesepaten für die Kitas. Michaela Skrzipale hatte diese Idee, als sie das Projekt „Lesepaten“ vor einigen Monaten startete. In diesem Projekt wollen ehrenamtliche Paten Kindern die Welt der Bücher näherbringen. Dazu werden Offene Gruppen angeboten, die Lesepaten bieten aber auch Aktionen an wie „Der Garten der Sinne“. Außerdem kommen sie auf Wunsch auch einmal wöchentlich in Kitas. Und daraus wurde eine Erfolgsgeschichte.

Wochenend-Einführung

„Das Interesse daran ist riesig, das hat mich völlig überrascht“, freut sich Michaela Skrzipale. Alle Kitas in der Stadt hätten sich gemeldet. „Es ist einfach überwältigend“, sagt die engagierte Heilpraktikerin für Psychotherapie für Kinder und Jugendliche mit Lernstörungen.

Aber jetzt stießen die zehn Lesepaten im Alter von 30 bis zum Rentenalter an ihre Grenzen. Sie können gar nicht alle Wünsche erfüllen. „Deshalb suchen wir dringend weitere Lesepaten.“ Also Menschen, die ehrenamtlich Kindern vorlesen möchten, die Spaß daran haben, ihnen Aufmerksamkeit und etwas von ihrer Freizeit zu schenken.

„Und keine Angst: Wir stoßen niemanden ins kalte Wasser“, verspricht Organisatorin. Die Paten würden sorgsam auf ihren ehrenamtlichen Einsatz vorbereitet. „Ich habe mit den jetzigen Lesepaten drei Wochenend-Schulungen gemacht, in denen es etwa um Themen ging wie: Welche Willkommens-Rituale für Kinder gibt es? Wie gehe ich mit einer Kindergruppe um?“

Die Freude an der Aufgabe, aber sicherlich auch die sorgsame Begleitung sind wohl auch Gründe dafür, dass die Paten mit großer Begeisterung dabei sind. So sei beispielsweise die Zusatz-Aktion „Garten der Sinne“, die in den Räumen der Ehrenamt-Agentur, Gerichtsstar. 3, mehrfach im Jahr angeboten werden, nur entstanden, weil die Paten als Gruppe auch etwas gemeinsam mit den Kindern organisieren wollten. Denn als Lesepaten in der Kita sind sie schließlich jeweils allein unterwegs. „Sie haben sich als Gruppe richtig gut zusammen gefunden.“

Alle Paten seien mit großer Freude dabei. „Ich merke, dass die ehrenamtliche Arbeit sie richtig erfüllt“, stellt Michaela Skrzipale fest. „Es ist einfach schön, das zu sehen.“

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