Kunst-Schafe könnten bald an der Emscher weiden

Dirk Aschendorf
Kinder der Schillergrundschule in Ebel entwickleten in einem Workshop Kunst-Projekte, die bald den Ortseingang des Stadtteils attraktiver gestalten könnten. Interessant: Ein Herde Kunst-Schafe, dien bald lebensgroß am Emscherdeich stehen könnte.
Kinder der Schillergrundschule in Ebel entwickleten in einem Workshop Kunst-Projekte, die bald den Ortseingang des Stadtteils attraktiver gestalten könnten. Interessant: Ein Herde Kunst-Schafe, dien bald lebensgroß am Emscherdeich stehen könnte.
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop.  Die Stadterneuerung im Bottroper Süden nimmt derzeit wieder Ebel ins Visier. Bereits vor Jahren war die Ortseinfahrt an der Borbecker Straße künstlerisch gestaltet worden. Jetzt stehen immerhin noch 200 000 Euro aus Mitteln der Stadterneuerung für die Verschönerung auch des Eingangsbereiches von der Bahnhofstraße her zur Verfügung - und das auch nur noch bis Ende 2014.

Die riesige Autobahnunterführung hat dabei etwas ebenso Imposantes wie Bedrohliches. Die Emscherbrücke unter der bald wieder ein naturnah gestalteter Fluss fließen wird, soll dabei mit in die Planungen einbezogen werden.

„Und dies soll nicht über die Köpfe der Bewohner hinweg geschehen“, sagt Ursula Dickmann vom Stadtplanungsamt. Vielmehr wolle man junge und alte Ebeler aber beispielsweise auch Radler, die auf dem Emscherradweg regelmäßig unterwegs sind, in die Planungen einbeziehen, zumindest aber befragen.

Die Grundschüler sind schon einen Schritt weiter. Sie haben in einem ersten Workshop mit der Kulturwerkstatt und den Künstlern Anja Bardey, Guido Berndsen und Kai Jeschka eigene Kunst-Projekte entwickelt, die das zweite „Tor“ nach Ebel aufwerten könnten. Dafür formten sie aus Gipsmasse eine lustige Miniatur-Schafherde, die künftig im Großformat einmal die Wiesen des Emscherdeichs bevölkern könnte. Vielleicht erinnern diese dann aus Beton geformten lebensgroßen Schafe an die Herden, die früher zum regelmäßigen Bild entlang von Emscher und Kanal gehörten und die auch die Deiche abweideten.

Auch eine zweite Idee konnten die Schülerinnen und Andreas Kind von der Kulturwerkstatt bereits vorstellen. Großformatige von Kindern gestaltete Bilder entlang des riesigen grünen Stahlträgers anzubringen, der an dieser Stelle die A 42 trägt. Eine Abwandlung der Gestaltung des Bunkers am Eigener Markt. Aber wie gesagt: Entschieden ist noch nichts. Dafür beginnt der Maler Rainer Wieczorek bald mit einem Erwachsenen-Workshop zur Ebel-Erneuerung. Aber auch die Stadterneuerer selbst gingen später intensiv in Klausur, so Ursula Dickmann.

Alle Vorschläge werden im Herbst im Bernepark ausgestellt.