Kriegerehrenmal kommt in Bottrops Denkmalliste

Steinmetz und Steinbildhauer Michael Hessing setzte das Denkmal instand.
Steinmetz und Steinbildhauer Michael Hessing setzte das Denkmal instand.
Foto: Heinrich Jung
  • Historische Gedenkstätte in Feldhausen findet bei Bürgern starke Beachtung
  • Sie erinnert an gefallene und vermisste Soldaten beider Weltkriege
  • Viele ähnlicher Mahnstätten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgeräumt

Feldhausen.  Das Kriegerehrenmal an der Kapellenstraße in Feldhausen wird mitsamt der im Halbkreis gepflanzten Bäume unter Schutz gestellt und in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Davon setzte Oberbürgermeister Bernd Tischler jetzt die Kirchhellener Bezirksvertretung in Kenntnis. Die Denkmalbehörden stufen diese Gedenkstätte als bedeutend für Bottrop und vor allem für die Ortschaften Feldhausen, Rentfort in Gladbeck und Scholven in Gelsenkirchen ein. Denn es handele sich um eine intensiv genutzte und stark beachtete zentrale Gedenkstätte der Bürger an die Opfer der beiden Weltkriege.

Das Kriegerdenkmal ist Eigentum Bottrops. Die Firma Bernd Dirks aus Billerbeck hat es in ihrem Auftrag denkmalgerecht instand gesetzt. „Wir haben zum Beispiel die Risse mit Restaurationsmörtel eingeschwemmt und farblich angepasst“, erklärt Steinmetz Michael Hessing. „Alles wurde verfugt, damit kein Wasser eindringen kann. Die Eisenklemmen wurden durch solche aus Edelstahl ersetzt. So kommt es nicht mehr zu Rostsprengungen“, sagte er. Der Steinmetz befestigte auch die Schrifttafeln neu und malte die Namenszüge aus.

Das Denkmal war 1928 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten der drei Ortschaften eingeweiht worden. Die Initiative dazu hatte 1926 der Kriegervereinszug Feldhausen ergriffen, der das Denkmal dann 1928 der Gemeinde überließ. 1956 wurde dieses um die Namen der Gefallenen und Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg ergänzt.

Das Feldhausener Denkmal ist wie ein Altar gestaltet. Der Altartisch trage an der Vorderseite ein tischhohes Kreuz wie auf Soldatenfriedhöfen, erklären die Denkmalschützer. Rechts und links sind die Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten genannt. Der Altaraufsatz besteht aus drei Pfeilern. Über ihnen breitet ein Adler seine Flügel aus und hält ein Eisernes Kreuz in den Klauen. Der mittlere Pfeiler trägt die Inschrift „Unseren im Weltkrieg gefallenen Helden“. Die Wände mit den Jahreszahlen 1914 und 1918 sind mit Eichenlaubkränzen verziert. Die seitlichen Pfeiler nennen die Namen und Sterbedaten der im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger.

Das Denkmal sei nicht ungewöhnlich. Da nach dem Zweiten Weltkrieg viele solcher Gedenkstätten abgeräumt wurden, sei es allerdings selten, urteilen die Denkmalschützer. Das Denkmal ziehe Aufmerksamkeit auf sich und präge so auch das Umfeld der Kirche in Feldhausen mit.

 
 

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