Kita-Kinder werden Klimaschutz-Experten

Foto: Winfried Labus / FotoPool

Nach einem Jahr Projektarbeit zum Thema „Klimaschutz im Kindergarten“ in der Kita am Quellenbusch war es am Wochenende so weit: Oberbürgermeister Bernd Tischler besuchte die Kita, überreichte die durch die Zertifizierung errungene Plakette und pflanzte mit den Kindern einen Obstbaum.

Ausgezeichnet wurden die „Energiedetektive“, die Kinder, die an dem Projekt mitgearbeitet hatten und viele Stunden mit Nachhaltigkeit, Klimaschutz und bewusstem Umgang mit Energie verbrachten.

Das Projekt wurde vor einem Jahr gestartet: Damals informierten sich die Verantwortlichen der Kita bei der Stadt Bottrop, ob eine Zertifizierung als so genannter „Agenda 21 Kindergarten“ möglich wäre. Tilman Christian, Klimaschutzmanager der Stadt Bottrop, hatte ihnen zuvor erklärt, worauf es bei einer solchen Zertifizierung ankommt.

Mit dem Gründen von Projektgruppen war der Anfang gemacht; so wurde beispielsweise die Altpapiertonne gegen einen großen Container ausgetauscht, um effektiver Altpapier sammeln zu können.

„Ein wichtiger Meilenstein war auch das Benennen von so genannten „Energiedetektiven“, Kindern, die sich aktiv mit dem Strom-Sparen auseinandersetzen. Unglaublich, welchen Eifer und welche Gewissenhaftigkeit die Kids darein legen“, freute sich Gloria Haßmann vom Team der Kita.

So wurde noch deutlicher darauf geachtet, dass die Lichter in den Räumen nur angeschaltet waren, wenn es notwendig war, Energiesparlampen zu verwenden und in Alltagsgegenständen auf Solarenergie zurück zu greifen. Erstaunlich, wie oft die Kinder von sich aus mit verschiedensten Ideen zum Stromsparen kamen, fanden die Erzieherinnen.

Eben jene Stromdetektive wurden bei der Veranstaltung mit einer Urkunde geehrt und ausdrücklich von OB Tischler gelobt.

Doch nicht nur zum Thema Energie wurde gearbeitet, auch die Mülltrennung spielte eine Rolle im Projektes. „Woher kommt Müll? Wie vermeidet man Müll?“, waren Fragen, die die Kinder sich stellten. Viele Ideen kamen auf, um Verpackungsmüll gering zu halten und zu vermeiden. So kann man leere Klopapierrollen als Stiftehalter verwenden, alte Gummistiefel als Blumenkästen nutzen oder große, pfandfreie Flaschen farbig gestalten und als Mülleimer gebrauchen.

Die Kinder waren während des ganzen Jahres mit Feuereifer dabei. Nicht verwunderlich ist es daher, dass das „Mülltrennungslied“, das die Kinder das ganze Jahr über begleitete, auch am Samstag aus voller Kehle gesungen wurde. Die Kinder durften zurückblicken auf ein tolles Jahr in dem sie viel erlebt und noch mehr gelernt haben.

Ein Projekt, das Zukunft haben sollte, denn mit der Sensibilisierung für den Klimaschutz kann man gar nicht früh genug anfangen.

 
 

EURE FAVORITEN