Wöller Prinz bittet zur Audienz

Prinz Paul Brodnenschewski alias Berthold von Oepen mischt das Nachtleben in Bottrop-Grafenwald auf.
Prinz Paul Brodnenschewski alias Berthold von Oepen mischt das Nachtleben in Bottrop-Grafenwald auf.
Foto: Winfried Labus / WAZ Foto Pool
Berthold van Oepen ist angetreten, dem Nachtleben in Bottrop-Grafenwald mit einer neuen Kleinkunst-Veranstaltungsreihe eine neue Note zu geben. Wer mag, kann vor rund 40 Gästen in der behaglichen „Wöller Storwe“ seine Talente unter Beweis stellen.

Bottrop-Kirchhellen..  Grafenwald ist nicht gerade für sein aufregendes Nachtleben bekannt – bis jetzt! Prinz Paul Brodnenschewski ist angetreten, das zu ändern. Als Wöller Karnevalsprinz längst bewährt, hat Prinz Paul alias Berthold van Oepen sich ein neues Veranstaltungsformat ausgedacht, das die behagliche „Wöller Storwe“ zur szenigen Kleinkunstbühne werden lassen könnte. Die Premiere von „Paules Nacht“ hatte es jedenfalls schon einmal in sich – und eine Fortsetzung ist in Sicht.

Ein Blonder im Leoparden-Pelz

Da ist natürlich er – der Prinz des Grafenwälder Karnevals höchstselbst. Mit seinen blonden, perfekt liegenden Haaren, dem Leopardenumhang und der passenden Leopardenleggins schaut seine Majestät auf sein Volk in der „Wöller Storwe“ herab. Kein Wunder, bei seiner Größe. Im Laufe der Zeit hat Prinz Paul eine große Anzahl verschiedenster Instrumente zum „Klimpern und Rumblasen“ angesammelt, die er, wie er sagt, natürlich alle zu spielen weiß. Dennoch sucht er zur Unterstützung Hilfe aus dem Publikum. So erklären sich Till und Eva van Oepen bereit, die Gitarre und die Funktion des Gesangs dem Publikum einmal vorzustellen. Mit dem Lied „Hang me“ und „Auf anderen Wegen“ rühren sie das Publikum zu Tränen – und reißen es gleichzeitig jubelnd von den Stühlen.

Ziel von „Prinz Paul“ ist es, in seinen „Nächten“ Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Traum zu verwirklichen und öffentlich aufzutreten. So wagt am Premieren-Abend auch ein sehr junger Künstler den Weg auf die Bühne. Der erst 14-jährige Martin van Oepen begeistert die rund 40 Gäste als Stand-Up-Comedian mit typischen Geschichten aus dem Alltag eines Jugendlichen.

Doch dieser erste Wöller Kleinkunst-Abend dient nicht nur dem Training der Lachmuskeln, sondern fördert auch die Allgemeinbildung. Paul definiert all seine Instrumente, denn von einem musikalischen Grundwissen kann der Prinz bei seinen Gästen ja nun wirklich nicht ausgehen. Oder wussten Sie, dass „das Saxophon ein Musikinstrument aus Messing ist und anders, als sein metallischer Korpus vermuten lässt, zur Familie der Holzblasinstrumente gehört, da sein Ton mit Hilfe eines Rohrblatts erzeugt wird“? Anna und Nico erklären sich dazu bereit, die Klänge des Saxophons und des Keyboards vorzustellen. Mit dem Lied „On the sunny side of the street“ bewegen sie das Publikum zum Mitjazzen. Und mit der Ballade „My funny valentine“ erzeugen sie Gänsehaut-Feeling.

Auch die jungen Künstler Alexander und Judith van Oepen sowie Rainer Strohmeier können mit ihren Auftritten begeistern. Zu schade, dass in dieser kleinen Kneipe nur wenige Gäste die Show verfolgen können. Denn viele Auftritte sind bereits jetzt reif für die große Bühne. Man darf gespannt sein, was die nächsten „Paules Nächte“ zu bieten haben.

 
 

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