Rentierfreunde spenden ihre Basar-Erlöse

Ein Rentierschlitten stand auch parat beim gut besuchten Basar der Rentierfreunde in Feldhausen.
Ein Rentierschlitten stand auch parat beim gut besuchten Basar der Rentierfreunde in Feldhausen.
Foto: Robin Droste
  • Seit mehr als drei Jahren leben Freya, Ronja und Sólv auf einer Weide am Movie Park
  • Zum zweiten Mal haben ihre menschlichen Freunde einen Benfiz-Basar veranstaltet
  • 50 Ehrenamtliche haben mitgeholfen. Der Erlös geht an das Gladbecker Kinderhospiz

Bottrop-Kirchhellen.  Rentiere gibt es nur am Nordpol? Falsch. Rentiere gibt es auch in Feldhausen. Sie leben auf einer Wiese ganz in der Nähe des Movie Parks, versorgt von den Rentierfreunden Feldhausen. „Vor etwa vier Jahren haben wir am 23. Dezember bei unserem jährlichen Treffen im Freundeskreis zusammengesessen“, erklärt Peter Köhler, einer der Organisatoren. „Wir hatten dann die Idee, wir könnten den Menschen etwas Gutes tun. Dabei wollten wir besonders etwas für Kinder organisieren – und das wollten wir mit Rentieren machen“, sagt er. Warum es gerade Rentiere sein sollten? „Die verbindet man am ehesten mit Weihnachten und mit Rudolph dem Rentier“, meint Köhler.

Die drei dreijährigen Tiere Freya, Ronja und der Bock Sólv leben mittlerweile seit über drei Jahren auf der Wiese. „Die Tiere haben 6000 Quadratmeter Wiese und Stall zur Verfügung, wenn wir hier nicht gerade unseren Basar haben, und können sie sich hier innerhalb des Zauns frei bewegen“, erklärt der Rentierfreund.

Der Rentierbasar fand in diesem Jahr erst zum zweiten Mal statt. „Unsere Frauen fanden die Idee mit den Rentieren damals so gut, dass sie beschlossen haben, uns mit dem Basar zu unterstützen“, so Köhler. Und seine Frau Dagmar erklärt: „Alles was wir hier verkaufen ist selbst gemacht“. Zu erwerben gab es Dekoration aus Holz, diverse Artikel aus Strick und Wolle und auch Kuchen und Kaffee seien gespendet von Freunden und Bekannter. „Alles Unterstützer der Rentierfreunde, die dafür auch keine Entlohnung möchten“.

So konnten sich die Besucher bei weihnachtlichen Klängen, für die eine Live-Band sorgte, auf dem kleinen Gelände aufhalten und sich bei Gegrilltem, Kaffee, Kuchen und mehr auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen. Neu war bei diesem Basar das großes Zelt, in dem Kinder spielen konnten.

Der Erlös des Rentierbasars gehe komplett an das Ambulante Kinderhospiz in Gladbeck, erklärt Peter Köhler. Somit bleibe es auch der Ursprungsidee treu, den Menschen etwas Gutes zu tun, „die es nicht so guthaben wie wir“.

Langer Tag lohnte sich

Den Rentierbasar soll es auch in den nächsten Jahren weiterhin geben. „Wir wollen aber keine externen Stände hier haben, die ihre Dinge nur für sich selber verkaufen“, betont Dagmar Köhler, „unsere Veranstaltung soll auf keinen Fall kommerziell werden“. Zu groß dürfe der Basar auch wieder nicht werden. Wegen des verhältnismäßig kleinen Geländes sei es gar nicht möglich, große Menschenmassen unterzubekommen.

Rund 50 Helferinnen und Helfer hatten bereits am Mittwoch mit den ersten Aufbauarbeiten für den Basar in Feldhausen begonnen, am Samstag ab acht Uhr früh gingen die Rentierfreunde die letzten Vorbereitungen an. „Es ist zwar ein langer Tag, aber es lohnt sich“, fasst Dagmar Köhler die Arbeit zusammen.

 
 

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