Nach dem Ruhrpott-Rodeo heißt es für Hiphopper "Out4fame"

Wetter und Stimmung wurden immer besser: Fans am Flughafen am Samstag beim  Auftritt von „Against Me“.
Wetter und Stimmung wurden immer besser: Fans am Flughafen am Samstag beim Auftritt von „Against Me“.
Foto: WAZ FotoPool
Veranstalter Alexander Schwers freut sich: „Wir sind hier alle total glücklich.“ In die Zeltstadt am Flugplatz Schwarze Heide in Bottrop ziehen Hiphopper ein, die über Pfingsten dort ihr Festival „Out4Fame“ feiern. Auch die Fans aus Gladbeck wollen mitfeiern.

8500 Menschen haben an drei Tagen auf den Wiesen am Flugplatz ihr „Ruhrpott Rodeo“ gefeiert. Der erste Tag des Punkfestivals geriet zwar zur Schlammschlacht, aber die Fans ließen sich die Stimmung nicht vermiesen. Und am Ende waren alle glücklich.

Auch der Veranstalter. „Am Samstag bin ich einmal über das gesamte Festivalgelände gegangen und hatte richtig Glücksgefühle“, sagt Alexander Schwers. „Es war ein total entspanntes, total zufriedenes Chaos. Am Ende habe ich mir doch tatsächlich noch einen leichten Sonnenbrand geholt.“ Und das war so gar nicht absehbar gewesen, als sein Rodeo nach tagelangem Dauerregen am Vatertag zu einer Schlammschlacht zu werden drohte. Im Internet machte die Geschichte von einem stillen Helden die Runde: „Der Helfer, der mit seinem Privatwagen Autos aus dem Schlamm zieht, ist der Held überhaupt.“

Aber dann hat alles noch ein gutes Ende genommen. „Wetter und Stimmung sind jeden Tag besser geworden“, sagt Schwers. 6500 Tickets hatte er schon im Vorverkauf abgesetzt an treue Fans, die dem Festival am Flugplatz in großen Teilen seit Jahren die Treue halten. 2000 weitere Punkfans waren seiner Einladung im Internet gefolgt: „Kommt vorbei, die Sonne scheint und wir haben noch Tickets.“ „Sonne und Topstimmung“ vermeldete das Fan-Magazin „Ox“ per Twitter live vom Flughafen. Deutsche und internationale Punkbands von „Terrorgruppe“ bis „Bad Religion“ und Cock Sparrer“ begeisterten ihr Publikum bis weit nach Mitternacht. Wer dann immer noch weiter feiern, dem half ein DJ.

Für die Fans war gestern Abreisetag. „Mir ist schlecht & ich habe nen halben Acker in der Nase“, twitterte ein Teilnehmer und bilanzierte: „Alles richtig gemacht auf dem Ruhrpott Rodeo.“ Für Alexander Schwers ist nach dem Festival vor dem Festival: Seine Zeltstadt wird bis Pfingsten genutzt von den Machern des Hiphop-Festivals „Out4Fame“.

 
 

EURE FAVORITEN