Dorfgutschein wird zum Verkaufsschlager

Der Kirchhellen-Gutschein kam Anfang Februar auf den Markt.
Der Kirchhellen-Gutschein kam Anfang Februar auf den Markt.
Foto: Fremdbild
Die Erfinder sind hoch zufrieden: Vom Kirchhellen-Gutschein sind inzwischen rund 1100 in Umlauf gebracht. Kunden wissen auch Kirchbube und Kirchdame zu schätzen

Die Förderung des Dorflebens haben sich die Macher des Internetportals „Kirchhellen.de“ auf die Fahnen geschrieben. Im Netz gelingt ihnen das ebenso gut wie im richtigen Leben: Innerhalb eines Jahres haben sie mit dem Schnaps- und Likörpärchen Kirchbube und Kirchdame sowie mit dem Kirchhellen-Gutschein mehr als nur Achtungserfolge erzielt.

„Wir sind sehr zufrieden damit, wie der Kirchhellen-Gutschein angenommen wird“, sagt Marco Willer von Kirchhellen.de. Im Februar war der Gutschein auf den Markt gekommen und wurde sofort stark nachgefragt. Inzwischen, schätzt Willer, sind 1100 Gutscheine im Dorf im Umlauf. „Täglich gehen derzeit 30 bis 40 raus. Die Anfragen reißen nicht ab.“ In der Weihnachtszeit will das Team von „Kirchhellen.de“ den Verkauf noch einmal ankurbeln mit einem Weihnachtslos, das derzeit in der „heißen Endphase“ geplant wird. Die Idee: Das Los soll es als Zugabe in Geschäften oder zu kaufen geben bei Banken und Sparkassen, die Gewinner sollen in einer öffentlichen Lotterie gezogen werden. Inzwischen ist der Gutschein, dessen Vertrieb mit 5000 Flyern mit den inzwischen 52 Annahmestellen begleitet wird, schon Gegenstand von Tauschgeschäften, hat Willer beobachtet und scherzt: „Das Ding ist auf dem Weg, eine eigene Währung zu werden.“ Den Hauptzweck erfüllt der Gutschein jedenfalls, sagt Willer: „Hauptsache, die Kaufkraft bleibt im Dorf.“

Von dem im November 2013 vorgestellten „Kirchbube“, einem Schnaps auf Schlehenbasis, und der folgenden Likör-Schwester „Kirchdame“ hat das Team nach Willers Angaben 5000 Einheiten abfüllen lassen. Die Schlehe kommt in Grafenwald reichlich vor.„Wir haben damit definitiv eine Lücke geschlossen.“ Von der Idee, für das Schützen- und Brezelfest im September einen weiteren Schnaps zu erfinden, ist das Team aber inzwischen wieder abgerückt. Aus Kostengründen: Die Konkurrenz verkauft einfach zu preiswert

 
 

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