Dorf baut gemeinsam Holzhäuser als Unterkünfte

Sozialamtsleiter Peter Sommer, Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und Zimmermannsmeister Reinhold Grewer (von links) bei der Vorstellung des Holzhaus-Projektes..
Sozialamtsleiter Peter Sommer, Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und Zimmermannsmeister Reinhold Grewer (von links) bei der Vorstellung des Holzhaus-Projektes..
Foto: Funke Foto Services
Kirchengemeinde stellt Grundstück An der Bredde. Zimmerei Grewer baut vor, freiwillige Helfer stellen sie auf. Aktion schafft Platz für bis zu 35 Menschen

In einer groß angelegten Gemeinschaftsaktion wollen Kirchhellener in der Ortsmitte Platz für bis zu 35 Flüchtlinge schaffen. Bei einem Treffen im Pfarrheim St. Johannes stellten Sozialamtsleiter Peter Sommer, Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und Reinhold Grewer von der Kolpingsfamilie die Pläne vor. Schon jetzt haben viele Vereine versprochen: Wir packen mit an.

Sozialamtsleiter Peter Sommer stellte die Entwicklung der Flüchtlingszahlen vor. Zusätzlich zu den Flüchtlingen, die die Stadt in den Notaufnahmeeinrichtungen an der Glückaufstraße und der Braker Straße aufgenommen habe, kommen nach seinen Angaben derzeit wöchentlich 50 bis 70 Menschen per Zuweisung, die die Stadt unterbringen müsse. Seine Prognose: „Bis zum Jahresende fehlen mir 300 Zuweisungsplätze.“

Ludger Schnieder stellte die Holzhaus-Pläne vor, die derzeit fast der einzige Weg sei, um in Kirchhellen Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Das Sozialamt tue sich wegen des höheren Mietniveaus schwer, in Kirchhellen Wohnungen anzumieten; Container seien derzeit nicht zu kriegen, weil etliche Kommunen in NRW dringend danach suchten; deshalb böten sich die Holzhäuser mit 30 bis 36 Quadratmeter Wohnfläche als Alternative an. Schnieder: „Als Bewohner schweben uns kleinere Familien vor.“ Reinhold Grewer erläuterte die Vorteile der Holzhäuser, wie sie auch auf dem Hof Schmücker als Unterbringung für Saisonarbeiter genutzt würden: „Sie sind wetterfest und sehr gut gedämmt.“ Die Wohnhäuser sowie ein Sanitätshaus würden an der Raiffeisenstraße in der Zimmerei vorgefertigt und könnten dann von Freiwilligen mit Unterstützung aufgebaut werden. Hilfszusagen gibt es schon von der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK, der Kolpingsfamilie, der evangelischen Kirche und den Machern des Dorfportals „kirchhellen.de“.

Der Aufbau sollte nach Schnieders Vorstellungen ursprünglich schon vor Weihnachten beginnen. Wahrscheinlich wird er aber erst in der zweiten Januarwoche starten können, sagt Magnus Thesing, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, gestern nach einem Gespräch mit Experten von Bau- und Sozialverwaltung im Rathaus. „Besonders herzlich willkommen sind uns natürlich Helfer, die vom Fach sind.“ Markscheider Joachim Bock vom Bergwerk Prosper-Haniel hat schon zugesagt: Alle Helfer bekommen Schutzhelme von der RAG.

 
 

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