Der Bau des „Lost Temple“ geht jetzt in die heiße Phase

Tim Schulze
Parksprecherin Jessica Demmer und Kulissen-Bauleiter Miguel Gutierrez zeigen, wo demnächst die Expeditionsbusse zum Lost Temple fahren.
Parksprecherin Jessica Demmer und Kulissen-Bauleiter Miguel Gutierrez zeigen, wo demnächst die Expeditionsbusse zum Lost Temple fahren.
Foto: Ulla Emig WAZ Fotopool
Momentan stellen Fachleute die Kulissenwände der neuen Movie-Park-Attraktion in mühsamer Handarbeit her. Die Leinwand, die den Besuchern ein aufregendes 4D-Erlebnis bietet, steht schon. Die Parkbesucher werden noch in dieser Saison die Reise in die Urzeit antreten können.

Kirchhellen.  Lautes Brummen kommt aus einem Generator. Bauarbeiter hämmern, schieben Leitern und Gerüste hin und her. Ab und an durchdringen spanische Wortfetzen die Geräuschkulisse. Die Stimmung auf der Baustelle des „Lost Temple“ ist fröhlich. In dieser Saison soll die neue Dinosaurier-Attraktion im Movie Park fertig werden. Derzeit modellieren Mitarbeiter der spanischen Firma Rocas & Design die Kulissenwände mit Gitternetzen und Spritzbeton. Die Stahlträger, die die Grundlage des Urzeit-Designs bilden, werden von der Firma Brüninghoff aus dem westfälischen Heiden zusammengeschweißt.

„Der Bau geht jetzt in die heiße Phase. Viele verschiedene Arbeiten werden gleichzeitig erledigt und müssen aufeinander abgestimmt werden“, erklärt Parksprecherin Jessica Demmer. Inzwischen ist auch die fünf Meter hohe und 46 Meter lange Leinwand, die den Besuchern ein spektakuläres 4D-Erlebnis bietet, bereits installiert. „Die Busse werden wackeln. Dadurch fühlen sich die Besucher, als seien sie mitten im Geschehen des Films, der auf der 360-Grad-Leinwand gezeigt wird.“

Der „vergessene Tempel“ liegt in den ehemaligen Movie-Magic-Hallen. Die komplette Attraktion erstreckt sich über mehrere Gebäudebereiche. Der erste Raum, den die Parkbesucher zu sehen bekommen, ist eine Art erweiterter Eingangsbereich. Ein Teil des Bodens ist ausgefräst. Dort liegen einige aus Drähten und Spritzbeton geformte Dino-Knochen. „Damit stimmen wir die Besucher auf die Ausgrabungs-Thematik ein“, erklärt Jessica Demmer. Im nächsten Raum steht bislang nur das Fundament für den Aufzug, der die Besucher in 700 Meter Tiefe zum „Lost Temple“ bringen wird.

In der folgenden Halle arbeiten Fachleute gerade am Urzeit-Design. Der Spritzbeton auf den modellierten Gitternetzen wird bemalt und erhält Konturen, damit er aussieht wie echter Stein. „Das wird alles in mühsamer Handarbeit gemacht“, betont Jessica Demmer. Die Besucher werden hier durch enge Gänge geschleust, bis sie in eine große Halle gelangen, in der die Expeditionsbusse warten werden. Dort geht es hinter einem provisorischen Holzgeländer ein paar Meter in die Tiefe. „Die Busse werden auf einem fahrenden Unterbau stehen“, erklärt Jessica Demmer. Von der „Bus-Station“ fahren die Besucher in die Film-Halle, in der die beeindruckende 360-Grad-Leinwand steht.

Nach dem zweiminütigen Film sei zum Abschluss noch ein besonders aufregendes Schmankerl vorgesehen, so Demmer. Mehr wollte sie aber noch nicht verraten.