Am Donnerstag beginnt der Horror im Movie Park in Bottrop

Kai Süselbeck
Das „Slaughterhouse“ gibt der Bezeichnung „Henkersmahlzeit“ eine neue Bedeutung.
Das „Slaughterhouse“ gibt der Bezeichnung „Henkersmahlzeit“ eine neue Bedeutung.
Foto: Heinrich Jung
Es wird blutig bis höllisch in den sechs Horror-Labyrinthen. Bis zum 31. Oktober ist der Freizeitpark fest in der Hand der Freunde des Gruselns.

Bottrop-Kirchhellen. Der Movie Park läutet am Donnerstag das „Halloween Horror Fest ein: Bis zum 31. Oktober machen von Donnerstag bis Samstag 250 Monster-Darsteller die Straßen und die Labyrinthe unsicher. Für das Saisonfinale hat die Parkleitung „richtig Geld in die Hand genommen für vier neue Shows“, sagt Eventmanager Jörg Kraft, der seit dem späten Frühjahr an den neuen Nummern geschraubt hat.

Blut läuft reichlich im Slaughterhouse

Zum Beispiel im „Slaughterhouse“. Hier ist der Name Programm. „Wir orientieren uns wieder mehr in Richtung Splatter-Optik, mit der das Horror-Fest groß geworden ist“, sagt Kraft. Leichen werden lustvoll geöffnet, Blut läuft reichlich, Körperteile fliegen tief, 25 Darsteller warten in und hinter der Kulisse auf Gelegenheiten, den Besuchern einen Schock zu versetzen.
Wer sich die folgende Nahrung sparen will, der studiere in der Grusel-Küche die aufgereihten Konserven und ihre Beschriftung. Wie in einem gut geführten Horror-Haus üblich, kommt das Heftigste zum Schluss, wenn die Besucher schon glauben, den rund sechs Minuten langen Durchmarsch geschafft zu haben.

Neu ist der Dämonenwald

Ebenfalls neu und eine Park-Premiere ist das erste Freiluft-Horrorszenario, für den die Parkleitung ein Waldstück hinter dem Warsteiner-Saloon freischlagen hat lassen. Kraft: „Wir sind da erst selbst mit der Heckenschere dran gegangen, haben aber ganz schnell aufgegeben und eine Fachfirma bestellt.“ Entstanden ist ein Stück Dämonenwald, in dem nach den strengen Vorgaben des Sony-Konzern Motive aus dem Film „Evil Dead“ nachgespielt werden.

Der US-Streifen von 2013 greift die Handlung das Kult-Klassikers „Tanz der Teufel“ von Sam Raini aus dem Jahr 1981 auf. In der Horrorfest-Version geht es mehr um den Wald als um die Hütte, in der das „Buch der Toten“ die Dämonen freisetzt. Der Freiluftinszenierung ist geschuldet, dass „Evil Dead“ im Gegensatz zu anderen Park-Attraktionen nicht barrierefrei ist. Der rund 280 Meter lange Schotterweg durch das 2000 Quadratmeter große Gelände ist für Rollstühle nicht geeignet.

Feuer- und Lasershow

In „The Scary -Tale Terror“, einer Tanzshow im New York Plaza, zieht die böse Hexe gegen Märchenwesen zu Felde, und der nach Krafts Ansicht zu selten bespielte „Santa Monica Pier“ ist Schauplatz einer Feuer- und Lasershow.

Von allem Horror unberührt bleibt wie gewohnt das Nickland, das im Oktober täglich von 12 bis 17 Uhr für das junge Publikum monsterfrei bespielt wird. Sponge Bob macht den Frankenstein, Kinder bekommen Geschichten vorgelesen oder schnitzen Kürbisse.b Außerhalb der Horror-Labyrinthe sollen sich übrigens erstmals auch Erwachsene schützen können vor Monster-Attacken auf den Straßen. Der Park gibt ein Amulett aus in Form eines Buttons, der den Monster-Darstellern signalisiert: Mich bitte nicht ansprechen und nicht erschrecken.

Movie Park Germany, Warner-Allee 1, 46244 Bottrop, www.movieparkgermany.de