AG Schneiderstraße: Kanalbau betrifft alle Grafenwälder

Vor rund einem Jahr wurden die Pläne zum Vollausbau der Schneiderstraße und zum Bau eines Kanaltrennsystems bekannt.
Vor rund einem Jahr wurden die Pläne zum Vollausbau der Schneiderstraße und zum Bau eines Kanaltrennsystems bekannt.
Foto: WAZ FotoPool
Die Aktionsgemeineschaft Schneiderstraße nimmt den geplanten Kanalbau in Grafenwald in den Blick. Bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 4. September, will sie die Bürger aus dem Ortsteil über Details informieren.

Kirchhellen.  Die Aktionsgemeinschaft (AG) Schneiderstraße lädt am Donnerstag, 4. September, erneut zu einer Info-Veranstaltung ein. Diesmal wird es nicht in erster Linie um den Vollausbau der Schneiderstraße gehen, den die Anwohner ablehnen. Vielmehr steht der geplante Kanalbau im Mittelpunkt. „Dieses Thema betrifft nicht nur die Anwohner der Schneiderstraße, sondern ganz Grafenwald“, betont Silvia Ferdinand.

Mit Axel Pütz, ebenfalls Anwohner und Architekt, will sie die Kanal-Planungen und die damit verbundenen Folgen darstellen. Grundsätzlich soll statt des jetzigen Misch- ein Trennsystem eingeführt werden. Nötig werdende neue Anschlüsse auf Privatgrundstücken müssten – bei prinzipieller Anschlusspflicht – von den Eigentümern bezahlt werden. Problem bei den Altbauten: die geforderte sogenannte Entflechtung von Regen- und Schmutzwasser.

„Wir sehen uns als Mittler zwischen Bürgern und Stadtverwaltung“, so Christoph Ferdinand, Linken-Ratsherr und AG-Mitglied. Es gebe die Aussage, dass in jedem Einzelfall genau geguckt werden solle. Lauter „rechtsunverbindliche Einzelfall-Lösungen“ sind auf der anderen Seite aber auch nicht unbedingt das, was die AG anstrebt.

Nach Bekanntwerden der Pläne der Stadtverwaltung für Grafenwald vor einem Jahr wurde die AG aktiv, sammelte Unterschriften, informierte die Bürger, bat zum Kirschblütenfest und führte zuletzt Gespräche mit Politik und Verwaltung. Aktuell freut sich die AG, dass die versprochene Verkehrszählung nun laufen soll. Ein neues, von der RWTH Aachen gefertigtes Gutachten zur Beschaffenheit der Schneiderstraße wird in Kürze erwartet. Das erste Gutachten hatte die RAG von einer Mitschuld am Zustand der Straße freigesprochen. Ganz wichtig ist der AG auch ein Verkehrskonzept. „Wir wollen keine Laster, und wir wollen Tempo 30“, so Pütz. Christoph Ferdinand bringt eine Ortsumgehungsstraße ins Gespräch.

 
 

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