Jubel, Trommeln und Seifenblasen treiben die Läufer an

Stärkung am Speckenbruch: Viele Läufer holen sich Getränke, Paula und Frank von „Ultraleicht“ setzen auf selbst erzeugte Glückshormone.
Stärkung am Speckenbruch: Viele Läufer holen sich Getränke, Paula und Frank von „Ultraleicht“ setzen auf selbst erzeugte Glückshormone.
Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se
Beliebt ist, was Lärm macht am Fan-Point des Marathons in der Welheimer Mark. Für die Läufer wie für die Anfeuernden aus der Nachbarschaft gab es Verpflegung, für den Nachwuchs Kinderprogramm

„Haltet durch! Weiter so!“ - Jubel, Applaus und hin und wieder eine Ladung Seifenblasen gibt’s für die Läufer des Vivawest Marathon am Fan-Point in der Welheimer Mark von den Firmenazubinen Caroline Polutta, Verena Stevermüer, Lena Prüsener und Marah Borsch.

„Wir sind das erste Mal dabei und es macht total viel Spaß“, sind sich die vier Mädels einig. „Wir überlegen schon die ganze Zeit, nächstes Jahr auch mitzulaufen.“ Der Fan-Point an der Schule am Tetraeder wird am Marathontag auch zum Treffpunkt für einen Großteil der Anwohner, um die Läufer ordentlich anzufeuern. Stefanie Nowak ist zu Besuch bei ihrer Großmutter Renate Aßmann. Zusammen sitzen sie auf einer Bank und schauen den Läufern zu, die an diesem Punkt schon 24 Kilometer hinter sich gebracht haben. „Ich finde es total gut, dass wir hier alle zusammenkommen und die Läufer zusammen bejubeln“, erklärt sie. „Außerdem bin ich froh, dass ich nicht laufen muss.“

Die Gewerkschaft IGBCE betreut den Fan-Point seit dem ersten Marathon. „Wir machen das alle ehrenamtlich und haben unglaublich viel Spaß daran“, erzählt Andreas Murisse vom Bottroper Ortsverband. Zusammen mit zehn anderen Helfern kümmert er sich um das leibliche Wohl der Zuschauer – klassisch mit Getränken und Leberkäse. Das Zelt der Vivawest ist besonders auf Kinder abgestimmt. An einem großen Glücksrad können Jungen und Mädchen ihr Glück versuchen und Preise wie Buntstifte, Notizbücher oder Frisbees gewinnen. „Hier sind viele Häuser von uns“, meint Michael Friedrich vom Kundenzentrum Bottrop. „Wir freuen uns immer hier zu sein. Man kennt sich und hat viel Spaß, kann sich austauschen und die Kollegen, die mitlaufen, natürlich laut anfeuern.“ Besonders beliebt am Straßenrand ist deshalb alles, was ordentlich Lärm macht; Trillerpfeifen, Rasseln, Trommeln und auch die ein oder andere Vuvuzela wird für den Marathon wieder aus dem Keller geholt. Auch mit dabei; die Samba-Band „con gas“ aus Münster, die ein paar Meter weiter an der Wechselstelle der Staffelläufer für rhythmische Musik sorgen. „Wir waren schon letztes Jahr in Gladbeck mit dabei und haben richtig Spaß daran, hier zu spielen“, so Bandmitglied Christine Hermann. „Man bekommt viel zurück. Viele Läufer sind natürlich in ihrer eigenen Welt. Aber oft bekommen wir positive Resonanz. Manche kommen hier sehr langsam an und fangen durch die Musik an, wieder schneller zu werden oder haben sogar Zeit für ein paar Tanzschritte. Das zu sehen, macht richtig Freude. Es ist toll, wie Musik motivieren kann.“

 
 

EURE FAVORITEN