Jahresausstellung der Kunstgemeinschaft

Monika Kirsch, Bernhardine Lützenburg (Kunstgemeinschaft) und Sparkassenchef Thomas Schmidt (v.r.) vor den Kinder-Porträts bekannter Bottroper von Regina Kreer-Ulbricht
Monika Kirsch, Bernhardine Lützenburg (Kunstgemeinschaft) und Sparkassenchef Thomas Schmidt (v.r.) vor den Kinder-Porträts bekannter Bottroper von Regina Kreer-Ulbricht
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Ab Donnerstag Abend zeigen die Künstlerinnen und Künstler der Kunstgemeinschaft Bottrop in der Hauptsparkasse am Pferdemarkt unter dem Motto „Revier-Perlen“ 117 Arbeiten mit Motiven aus dem Ruhrgebiet.

Perlen müssen nicht immer ebenmäßig sein wie klassischen Zuchtperlen. Für die Mitglieder der Bottroper Kunstgemeinschaft sind sie so vielfältig, individuell und charakteristisch wie die Natur selbst. Oder die Region, die ihre Perlen hervorbringt. 117 „Revier-Perlen“ zeigen die Künstlerinnen und Künstler ab morgen in der Hauptsparkasse Bottrop - und fanden so eine thematische Klammer für die Jahres-Ausstellung, die nicht nur wie immer äußderst vielgestaltig daher kommt, sondern in diesem Jahr so umfangreich ist, wie nie zuvor.

Wie eine Schatzkiste öffnet sich der hölzerne Koffer direkt im Eingang zur Kassenhalle für die Besucher. Heraus blicken Miniatur-Skulpturen aus Keramik von Kornelia Jockenhöfer. „Multikulti“ nennt die Künstlerin ihre Arbeit, die nicht nur für die Vielfalt der Ethnien, sondern auch die Geschichte des Reviers steht, das sich in den vergangenen 150 Jahren sicher so stark gewandelt hat (und noch wandelt), wie kaum eine andere Region Deutschlands.

Gastfreundschaft der Sparkasse

„Zum Glück gibt es die Sparkasse, die uns immer wieder Gastfreundschaft gewährt, denn wo sollten wir sonst unsere Arbeiten in der Stadt zeigen, vor allem in dieser Fülle.“ Da sind sich Monika Kirsch und die Bernhardine Lützenburg, die Vorsitzende der Kunstgemeinschaft, einig. Gastgeber Thomas Schmidt lächelt. Der Vorstandsvorsitzende des Geldhauses öffnet stets gerne dessen Pforten für die Kunst.

Die „Revier-Perlen“ sind so vielgestaltig wie die Region. Da hängt Monika Kirschs Mülheimer Wasserturm Aquarius neben dem Bottroper Malakoffturm. Eine Nachtansicht das Duisburger Landschaftsparks Nord ergänzt ihre Sicht auf die Industriekultur. Die bunten Menschen in Retro-Kleidung - man erkennt sofort die Arbeiten von Karina Pietrucha - tummeln sich schon mal im Essener Grugapark, während Bernhardine Lütznenburg mit dem Torhaus des Bottroper Stadtgartens, ihrem „Kleinen Palais“, die lokale Fahne hochhält.

Regina Kreer-Ulbricht überrascht dagegen mit mehr oder weniger bekannten Bottroper Gesichtern, die sie nach alten Fotos aus deren Grundschulzeit malte. Wer von den sieben Dargestellten nun die Brüder Christian und Ludger (der Doktor) Stratmann, Bürgermeisterin Monika Budke oder der frühere WAZ-Redakteur Hans-Jörg Loskill ist, das wird ein wenig zum Detektivspiel. „Die Serie wird auf jeden Fall fortgesetzt“, verspricht die Künstlerin.

Daneben die verschwindende Bergbauwelt, Büdchen, Landmarken, das Gesicht von Berthold Beitz, Holzskulpturen, Keramiken, Collagen und immer wieder Bilder, Bilder . . . auf zwei Etagen und in den Schaufenstern. Ein Besuch lohnt.

 
 

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