Innovation City – stilles Gewusel hinter den Kulissen

Matthias Düngelhoff
Geberkonferenz / InnovationCity am Freitag (02.09.11) in Bottrop. Foto Jakob Studnar - fotopool
Geberkonferenz / InnovationCity am Freitag (02.09.11) in Bottrop. Foto Jakob Studnar - fotopool

Bottrop. Viele Helfer sorgten hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf der Konferenz. Dabei mussten sie sich an ganz bestimmte Vorschriften halten. Außerdem sorgte ein Brummifahrer für das erste kleine Durcheinander.

Eine Veranstaltung auf einem Bergwerk, das nach wie vor in Betrieb ist, die hat so ihre Tücken. Das bekamen auch die Macher der Partnerkonferenz zu spüren: Ein Bergwerk wird hin und wieder beliefert. So kam es, dass just beim Eintreffen der Prominenz aus Politik und Wirtschaft ein Schwertransporter den Parkplatz an der alten Waschkaue blockierte. Ein Bagger wurde angeliefert, und die großen Limousinen mussten sich, ebenso wie Oberbürgermeister Bernd Tischler, der als einziger dem Anlass angemessen im Elektrowagen vorfuhr, hinter dem Lkw einreihen. Stau in Innovation City. Dass der Lkw bei seiner engen Kurvenfahrt dann noch eines der Hinweisschilder auf die Innovation-City-Konferenz abrasierte – geschenkt.

Schließlich blieb das der einzige Zwischenfall, von dem die Gäste der Konferenz überhaupt etwas mitbekamen. Das heißt nicht, dass hinter den Kulissen alles reibungslos klappte. Aber für das nötige Glück hatte am Vormittag schon der Caterer gesorgt. Eine komplette Wanne mit Geschirr machte unsanft Bekanntschaft mit dem Betonboden. Zum Glück war’s der Chef selbst, der für die Scherben verantwortlich war. „Und genau deshalb haben wir immer mehr Material dabei als wir eigentlich brauchen“, erklärt eben jener Chef, Umberto Lauri.

Der Betriebsleiter des Kasinos der RAG kümmert sich mit seinen Leuten um die Verpflegung der Konferenzteilnehmer. Neben Currywurst hatte Chefkoch Adrian Pedyna noch Himmel und Erde, Steckrübensuppe, Ceasar’s Salad und warmen Kartoffelsalat mit Zander im Angebot. Alles nett angerichtet in kleinen Gläschen auf einem „Flying Buffet“. Ein fliegendes was? Gut, wirklich geflogen ist das Büfett nicht, aber es kam schon zu den Besuchern. Auf den Tabletts vieler dienstbarer Geister, die hinter den Kulissen werkelten und wuselten, damit vor den Kulissen alles glatt lief. Unbemerkt wuselten, wohlgemerkt. Zehn bis 15 Minuten hatte das Team in der improvisierten Küche Zeit, um die Speisen aufzuwärmen, anzurichten und zu den Gästen zu schicken. Denn während draußen geredet wurde, hatte in der Küche Stille zu herrschen. Kein Klimpern und Klirren sollten die Redner und Zuhörer ablenken.

Freuen konnte sich Hausherr Oliver Helmke. Für die Sanierung der alten Waschkaue heimste er reichlich Lob ein. Sogar dem Vorbesitzer der Kaue, der RAG, gefiel der jetzige Zustand des Gebäudes wesentlich besser als der frühere.

Ansonsten bleibt festzuhalten: Innovation City scheint eine sehr männliche Veranstaltung zu sein. Sowohl auf der Bühne als auch im Zuschauerraum – reichlich Männerüberschuss.